Spot On: Tesla vs. New York Times

tesla model s broder nytHier ist die Debatte des Monats: John Broder von der New York Times hat die neue Luxus-Limousine des Elektroauto-Herstellers Tesla ausprobiert und schlechte Erfahrungen gemacht. Tesla erwidert, dass Broder “die Fakten geändert hätte”. Spot On zeigt die ganze Geschichte.

1. “Stalled Out on Tesla’s Electric Highway“, The New York Times

Dies ist der Originalartikel von Broder über seine Erfahrungen auf seiner Fahrt.

2. “A Range Estimate Misses The Mark“, The New York Times

Eine aufschlussreiche Grafik der gesamten Reise.

3. “The Charges Are Flying Over a Test of Tesla’s Charging Network“, John Broder

Als Antwort auf den ersten Artikel beschwert sich Tesla CEO Elon Musk, dass die Geschichte ein “Fake” sei und dass die Logs der Fahrt andere Fakten zeigen. John Broder stellt Musks Tweets zusammen und verteidigt sich.

4. “A Most Peculiar Test Drive“, Tesla

Elon Musk veröffentlicht einen lange erwarteten Blogpost über seine Ansichten zu Broders Fahrt – mit Grafiken von den Logs des Model S, welche Broders “Lügen” belegen sollen: “Instead of plugging in the car, he drove in circles for over half a mile in a tiny, 100-space parking lot.”

5. “That Tesla Data: What It Says and What It Doesn’t“, John Broder

John Broder verteidigt seine Aussagen. Insbesondere, dass er nicht absichtlich im Kreis gefahren sei, um den Akku zu leeren, sondern weil er die Supercharger-Station nicht gefunden hätte.

6. “Elon Musk’s Data Doesn’t Back Up His Claims of New York Times Fakery“, The Atlantic Wire

Während die New York Times weiter bei John Broder steht, schaltet sich nun auch The Atlantic Wire ein. Es wird argumentiert, dass auch Elon Musks Daten nicht vollständig seine Aussagen belegen würden.

7. “Tesla vs. The Times: What one review means for the future of auto news“, Engadget

Es sei nicht wichtig, wer nun recht hat. Es gehe um eine Lehre für alle, sowohl für Jounalisten und Firmen, argumentiert Engadget im Versuch, die Debatte zu beenden.

8. “Test drive: DC to Boston in a Tesla Model S“, CNN Money

Währenddessen hat CNN die Strecke von Broder selbst abgefahren – und hat sie ohne Probleme bewältigt.

The Final Words

Meiner Ansicht nach liegt die Krux der ganzen Geschichte in einem Missverständnis zwischen Tesla und Broder. Tesla hatte Broder angewiesen, das Auto am Supercharger in Milford voll aufzuladen. Broder hat den Aufladevorgang hingegen beendet, als das Fahrzeug genug Reichweite für seine Reise bis nach Norwich hatte:

I stopped at 72 percent because I had replenished more than enough energy for the miles I intended to drive the next day before fully recharging on my way back to New York.

Was Broder allerdings nicht beachtet hatte: Seine nächste Ladestation in Norwich war kein Supercharger, sondern eine normale Steckdose, die langsamer lädt. Tesla hatte ihm gesagt, dass eine Stunde an der Steckdose in Norwich reichen würde, um am nächsten Tag zurück nach Milford zu kommen – unter der Annahme, dass Broder das Model S am Milford Supercharger voll aufgeladen hätte, was nicht geschehen ist.

In Norwich, I charged for an hour on the lower-power charger, expressly on the instructions of Tesla personnel, to get enough range to reach the Supercharger station in Milford.

In Norwich hatte Broder dann das Model S eine Stunde lang geladen, “wie es Tesla ihm gesagt hatte”. Allerdings hatte es nach dem Ladevorgang eine Reichweite von 32 Meilen angezeigt, deutlich zu wenig für die 61 Meilen lange Strecke zurück nach Milford.

The final leg of his trip was 61 miles and yet he disconnected the charge cable when the range display stated 32 miles. He did so expressly against the advice of Tesla personnel and in obvious violation of common sense.

Um auf einer positiven Note zu enden, ist hier ein tolles Video, wie The Verge das Model S testet:

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