Unser März

Bild: Morio @ Wikimedia Commons

Diesen Monat aufgrund des Klassenarbeiten-Endspurts vor dem Trimester- ende leider etwas verspätet, erscheint jetzt der Rückblick auf den ersten Frühlingsmonat dieses Jahres.

Es gibt Tage, da komme ich gar nicht dazu, mir zu überlegen, was diesen Monat eigentlich passiert ist. Das liegt meist an vielen Klassenarbeiten, die anstehen, weil es irgendwie überhaupt nicht möglich ist, sie auf das ganze Jahr zu verteilen. Aber dennoch hoffe ich, dass ich alle, nicht alltäglichen, Ereignisse dieses Monats im Artikel verstaut habe.

Die Hauptnachricht im März: „Abi Abi Abi – tur! tur! tur!“ Unsere Zwölftklässler haben ihre frohe Laune auch verdient. Schließlich sah es vor und in den Faschingsferien noch ganz anders aus. Alle mit Stress am Lernen und vielen Stark-Büchern auf dem Tisch. Aber es ist jetzt endlich vorbei. Natürlich galt auch für alle anderen Schüler besondere Rücksicht und Ruhe im Foyer und im Schulhaus. Nach dem Abitur fuhr der Gemeinschaftskunde-4-stündig-Kurs zu einer Exkursion nach Berlin, die jedes Jahr stattfindet und besuchten die Stadt, aber natürlich auch den Bundestag. Und ich möchte eines noch erwähnen, weil ich selbst angetreten bin: Das schriftliche Latinum ist dieses Jahr auch schon abgelegt!

Während der Abiturwoche fand auch noch das BOGy statt. Bei der Berufs- und Studienorientierung für Gymnasien nimmt man an einem einwöchigen Praktikum teil, in dem man tiefe Einblicke in die Arbeits- und Studienwelt erhält. Man darf sich die jeweilige Firma oder Institution selbst aussuchen und bewirbt sich eingenständig. Es ist fester Bestandteil der zehnten Klasse und bereitet einen auf das spätere Leben vor. Die Bandbreite ist dabei nicht eingeschränkt, von einem medizinischen Labor bis zum europäischen Parlament in Brüssel war dieses Jahr alles dabei.

Zusätzlich zum BOGy bietet das LGH uns viele weitere Möglichkeiten, uns über das spätere Arbeitsleben zu informieren. Dazu zählen viele Vorträge in einem speziell dafür freigehaltenen Zeitfenster. Am 31. März hatten wir den Vorstand der Geschäftsführung (auch: „Chef“) von den ZF Lenksystemen – Dr. Michael Hankel – zu Gast, der uns persönlich über seinen Lebenslauf und seine Laufbahn informierte. Es ging unter anderem darum, wie ein Maschinenbauer ins Management kommen konnte.

Bild: Stanislaus Müller-Härlin; Bearbeitung: Marie Völkering

Und wie hätte die Begrüßung zurück vom BOGy besser sein können, als dass unsere Mensa uns ein Spezialmenü angeboten hat, das „Nur für Vegetarier“ hieß? Sie hatten das geplante einfach nicht parat und haben aus den Rühreiern von Sonntag und den Reservekartoffeln etwas nettes gebastelt. Für uns entfiel dann leider auch noch die Wahl zwischen zwei Menüs. Als ob das nicht noch reicht, gibt es, um den Monat aus kulinarischer Sicht abzurunden, entgegen der heftigen Proteste noch eine Asia-Woche mit Kokos-Reis, Pilaw-Reis, Mandel-Reis, Basmati-Reis und nur „Reis“. Diese Abwechslung! Noch einmal an den Küchenausschuss: Nach einigen Umfragen kann ich sagen, dass diese Themenwochen niemand will! Auch nicht die Schulleitung, weil dafür der Biotag ausgefallen ist, den sie ja stark befürwortet (aus einigen anderen Argumentationen des Küchenausschusses)

Eine OFFENE Tür!

Ach ja, da gab es ja noch eine Überraschung, seitdem ich wieder aus BOGy zurückgekommen bin. Ich beziehe mich auf einen „Artikel im Ruhestand“, nämlich die über unsere Internatstüren. (Über die Utopie einer Internats-WG). Offenbar habe ich unser Problem nicht präzise genug geschildert, denn auch wenn jetzt die besagten Türen aufgeschlossen werden, bringt uns das überhaupt nichts, wenn jetzt die äußersten Türen nicht mehr nur mit den Transpondern kontrolliert werden, sondern außerdem noch manuell abgeschlossen werden. Jetzt warten wir immer noch weitere fünf Minuten, bis sie wieder von der diensthabenden Person aufgeschlossen wird. Das ist nur zusätzliche Wartezeit für uns und zusätzliche Arbeit für die Lehrer. An alle, die es noch nicht verstanden haben: Wir wollen einfach nur pünktlich rein!

Bild: Ulf Kaschl

Zwei auf einen Streich. Gleich zweimal im März kamen neue Bewerber zu den Projekttagen ans LGH. Sie sind ein fester Bestandteil des Aufnahmeverfahrens und es werden hauptsächlich soziale Aspekte wie Gruppendynamik oder Internatskompatibilität beurteilt. Es bildete sich dieses Jahr zwar keine Schlange, aber einige Jungs mussten dennoch im Wohnzimmer schlafen. Dagegen gingen erstmals im Mädchenhaus einige Zimmer leer aus. Für uns LGHler ist es meistens ein Stresswochenende, weil man seine to-do-Liste abarbeiten muss und sich gleichzeitig auch um die Bewerber kümmern muss und sie über das Internatsleben aufklären muss.

Es ist ein Wunder geschehen! Das LGH-Jahrbuch 2009/10 ist vom Druck aus Litauen gekommen und ist nun für 10€ zu erwerben. Eigentlich sollte das Jahrbuch schon am Anfang des Jahres erscheinen und keiner hätte es schon für den März erwartet. Insofern wird es wohl als das „am meisten verspätete Jahrbuch“ in die Geschichte eingehen.

Eine weitere Neuerung ist jetzt das Online-DSB. DSB steht für unser digitales schwarze Brett, das unseren Vertretungsplan und wichtige Ankündigungen enthält. Jetzt ist er auch online verfügbar unter www.wolf-xaver-markt.eu/dsb, geschützt mit einem Passwort. Das ist vor allem für die sehr hilfreich, die den E-Mail-Vertretungsplan wegen Furcht vor einer E-Mail-Flut nicht abbonniert haben. Apropos Vertretungsplan: Wieso ist er eigentlich plötzlich so bunt geworden?

Feuer! Das war die Sensationsmeldung vom 29. März. Bei den Bäumen hinter der alten Turnhalle hat es gebrannt. Die Feuerwehr war da und erledigte alles sehr schnell, aber es ist doch ungewöhnlich, dass es hier auf dem Campus zweimal in vier Jahren gebrannt hat. Das letzte Mal war es sogar ein Großbrand und das Gebäude wurde abgerissen. Das hat wohl auch die Entscheidung beeinflusst, dass unsere neue Turnhalle so schnell gebaut wurde. Sonst hätte ich es mir durchaus vorstellen können, dass es so lange dauert, wie mit unserer Frischküche, die noch nicht einmal angefangen wurde zu bauen.

Ganz im Sinne des politischen Aschermittwochs und des Karnevals fand am 11. März um 11:11 Uhr in unserer Mensa eine närrische Büttenrede statt. Dafür nochmals danke an das Team der Turnusschau! Wenn wir schon bei der Politik sind – das LGH hat auch einen Beitrag zur Landtagswahl beigetragen. Die Mensa hielt als Wahllokal her und der farbfleck informierte seine Leser bestmöglichst über die Standpunkte der einzelnen Parteien durch Interviews mit den Spitzenkandidaten.

Zum Weiterlesen: Die komplette Unser-Monat-Kolumne

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