Unser September

Bild: Morio @ Wikimedia Commons

An einem Tag tiefer Trauer, da der Revolutonär Steve Jobs gestorben ist, bitte ich um eine Schweigeminute, bevor der Monatsrückblick beginnt… Rest in Peace.

Zuerst möchte ich die farbfleck-Kolumne unseren neuen Lesern vorstellen, denn schließlich haben wir dieses Jahr in der Unter- und Mittelstufe sage und schreibe 80 Prozent neue Schüler, dazu kommen neue Kollegen und FSJler. „Unser Monat“ ist die einzige regelmäßige Farbfleck-Kolumne. Gestartet wurde Sie im Januar 2011 und berichtet über die Geschehnisse auf dem LGH-Campus und dokumentiert sie aus Schülersicht. Natürlich seid Ihr Leser dazu aufgerufen, an jedem Monatsanfang hier vorbeizuschauen und auf den vergangenen Monat zurückzublicken (und mich gegebenenfalls zu ergänzen), aber auch für die Eltern ist dies eine perfekte Ergänzung zum Elternbrief – so ähnlich wie eine Kommentarspalte in der Zeitung. Normalerweise berichte ich chronologisch, aber heute mache ich es anders, weil viele Änderungen zum Schuljahresanfang in Kraft traten oder vieles parallel lief.

Bild: Ulf Kaschl

Am Anreisetag, dem 13. September könnte die Anmeldung besser gelaufen sein, denn dieses Bild, das sich uns gab, war nicht sehr motivierend. Aber die Warteschlange bot auch genug Zeit für Begrüßungen und Unterhaltungen. Auch einige neugierige Blicke auf „die Neuen“ fielen natürlich, vor allem nachdem die Fotosammlung fertig gestellt war. Dieses Jahr sind es besonders viele, denn das LGH steckt in der vorletzten Ausbaustufe – mit drei neuen Klassen (7, 8b, 9b) und vielen Quereinsteigern.

Bild: Stanislaus Müller-Härlin; Bearbeitung: Marie Völkering

Nach dem Bezug der Zimmer gab es das erste gemeinsame Abendessen – eine Rarität am Sonntag – und das bringt mich auch schon zu einer weiteren Folge der Rubrik Unsere Mensa! Dieses Mal gibt es eher positive Nachrichten aus unserer Lieblingskantine. Der Küchenumbau, der in den Sommerferien stattgefunden hat, soll uns jetzt helfen, das DGE-Logo „Schule + Essen = Note 1“ zu bekommen. Dies setzte den Mythos einer „Frischküche“ in die Welt, den ich nun zum Logos ändern darf: Wir haben gar keine Frischküche, der Großteil des Essens ist immer noch gedämpft – so wie letztes Jahr. Nur gelegentlich werden Gerichte in einer Riesenpfanne gebraten, es hat sich also quasi fast nichts geändert. Aber das könnte trotzdem reichen, damit wir „mit den Qualitätsstandards für die Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. in Einklang stehen“. Kommt darauf an, was für Qualitätsstandards sie haben. Aber eins scheint klar: Der DGE gefällt unser Biotag nicht und dieser wurde deshalb abgeschafft! Schon klar, wenn alle Schüler sagen, sie wollen den Biotag nicht, bringt das nichts, aber wenn die DGE ein Machtwort spricht, hört unsere Mensa.

Abgehakt – die Kurzmeldungen des Monats: Die Klasse 9b muss ab diesem Schuljahr den Tischdienst in der Mensa erledigen – die Siebtklässler haben keinen Campusdienst +++ Wir haben dieses Jahr erstmals zwei FSJler, eine in Haus 11 und einen in Haus 25 +++ Es ist wieder Lausalarm am LGH: Doch keine Angst, mindestens einmal pro Jahr haben wir diesen Vorfall und Auswirkungen hatte es noch nie +++ Die Oberstufe soll eine Schlafenszeit um 24 Uhr bekommen; Protest und Diskussion mit den Schülern hat begonnen! +++ Das Management des Internatsinternets hat nun die Firma ropa übernommen. Folge: Mehr Ausfälle als jemals zuvor! +++ Es gab fast jedes Jahr einen Feueralarm, aber dieses Jahr schon im September. Also an alle: Seit vorsichtig das restliche Jahr, damit wir die Tradition beibehalten!

A propos Internet: Da sich die Lehrerschaft dieses Jahr als Problemzone die Mediennutzung ausgesucht haben, gab es natürlich sofort ein neues PC-Konzept. Da gibt es jetzt unter anderem eigene PCs, die im neuen Schülerlernzentrum (siehe weiter unten) eingeschlossen werden und nur dort benutzt werden dürfen. Für die anderen Schüler, gibt es jetzt spezielle Internet-Zugangszeiten. Im Bild sind die für die Mittelstufe. Da bleibt die Frage: Wo ist der Vormittag? Ja ich fand es nicht nötig, ihn abzubilden, weil man dort überhaupt kein Internet hat. Das heißt, man kann nicht morgens aufstehen und auf den Wetterbericht schauen, oder den Vertretungsplan – und in der Mittagspause auch nicht. Was fehlt bei diesem Konzept? Der Sinn.

Wie oben schon erwähnt, beherbergt das LGH jetzt neben dem Schülerforschungszentrum auch noch ein Schülerlernzentrum, Dreh- und Angelpunkt der Studierzeit. Sogar die neuen, organisierten Lerner müssen dort ihre Hausaufgaben machen, um ihre individuelle Lernart zu erfassen und zu analysieren. Außerdem gibt es dort Räume, in denen Besprechungen mit größeren Gruppen abgehalten werden können. Beaufsichtigt wird das SLZ nachmittags von Zehntklässlern als Campusdienst. Der farbfleck vor Ort: Das SLZ. Ziemlich weiß. Und neu. Der Geruch von Neuigkeit ist überall – und er ist stickig. Also hier soll man konzentriert lernen können? Die Stickigkeit stört zwar und die Ausstattung ist noch dürftig, aber tatsächlich, hier ist niemand – also kann man sich konzentrieren und die Sofas sind auch nett. Außerdem ist der Raum leicht schallgedämmt, es fehlen nur noch Tafeln. Ein perfekter Ort für das Meditations-Additum!

Die Oberstufe hingegen hat einen ganz anderen Campusdienst. Sie sind sogenannte Schülermentoren und sind im Prinzip FSJler und übernehmen den Nachmittagsdienst in den Internatshäusern zusammen mit den Mentoren. Die Schüler sollen einen Ansprechpartner und Begleiter haben – sie sollen Tipps über die Gestaltung ihrer Freizeit bekommen und sich betreut fühlen. So die Theorie. Ob sie aufgeht, kann man erst im Laufe der Zeit sehen, aber eins ist klar: Nicht jeder Schüler ist motiviert genug für eine Betreuung der Kleinen, aber sicherlich einige. Also abwarten.

Bild: Ulf Kaschl

Diesen Monat ist der Monat zum Bilden einer Klassengemeinschaft und zum Kennenlernen, deshalb finden unglaublich viele Exkursionen statt. Daher werden jetzt die alljährlichen Rituale in aller Kürze aufgelistet:

Klasse 7: Hüttentage mit Soft-Skills-Spielen, darauf Klasse 9b: gleiches Programm (Leben auf der Hütte). Klasse 8: Die einzigen, die zwei Wochen weg waren – im Wald arbeiten, damit sie im Waldschulheim ermäßigt wohnen können. Klasse 9a: Kanutour in McPomm! Dieses Jahr gutes Wetter, allerdings einen Tag weniger als letztes Jahr. (Kurs 12 4L1: Exkursion nach Brixen (Italien)).

Das war es auch schon! Wir sehen uns wieder im Oktober!

Zum Weiterlesen: Die komplette Unser-Monat-Kolumne

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