Unser Oktober

Bild: Morio @ Wikimedia Commons

Die Ferien kamen zwar der pünktlichen Veröffentlichung etwas in den Weg, aber es war nur eine Woche und man merkt: Das Schuljahr hat begonnen! So kehrt Routine ein in den Internatsalltag. Was sonst noch lief diesen Monat seht Ihr hier.

Division Kunst: Bunt. Schräg. Formell. So fing das Schuljahr an. Damit wir auch ja nie unsere Kunstlehrer vergessen, hinterlassen sie uns immer Erinnerungen und Spuren auf dem Campus. An diesem Tag bekamen wir unsere neue Kunstlehrerin zum ersten Mal zu spüren, zur Belustigung aller. Aufgabe war, sich entweder als Hippie, Gott oder Nerd zu verkleiden. Zum Leide der Klasse 10a, die sich den ganzen Tag in diesen Aufzügen herumschleppte und zum Erstaunen Frau Haucks. Sie hatte nicht erwartet, dass irgendjemand verkleidet erscheint, doch damit lag sie falsch. Trotzdem konnte ich kein Bild zur Veröffentlichung bekommen, eigentlich kein Wunder. Dies wiederholte sich auch mit der Klasse 10b, Motto: Business. Diesmal nicht mehr so bunt, trotzdem auffällig. Die Klasse 12 hingegen, verband die Ecken des Schulhauses mit einem wirren Netz von Seilen, das zur Verwunderung größtenteils noch intakt ist.

Abgehakt – die Kurzmeldungen des Monats: Am 6. und 7. Oktober fand die jährliche Gmünder Runde statt. Lehrer, Schulleiter aus ganz Deutschland trafen sich im Örtchen Gmünd und diskutierten über Pädagogik +++ Am 8. Oktober ging es zum Tag der Mathematik an der Uni Stuttgart mit dem Kurs M4s und ein paar Freiwilligen +++ Am 18. Oktober fuhr die Klasse 10b zu einem Hochseilgarten, um ihre Klassengemeinschaft wieder zusammenzuflicken, die Wirkung lässt zwar auf sich warten, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung +++ Der Spanienaustausch fand dieses Jahr statt mit Frau Wagner mit Frau Sanchez und Herrn Pollak statt, selten hatten wir drei Spanischlehrer in einem Jahr +++ Die Lernbörse startete dieses Jahr zum zweiten Mal, um den Hauptschülern der Uhlandschule ein reichhaltiges Lernangebot zu bieten und das LGH weiter zu integrieren. Unterstützt vom Rotary Club, wird diese Nachhilfe kostenlos angeboten.

Wer hat nicht Superwahljahre satt? Über 10 Mal Wahlstudios, Politbarometer spezial, Touchscreens, die nicht funktionieren, und Theo Koll, der am Bildschirm schwarz-grün baut. Obwohl, eigentlich ganz unterhaltsam. Jetzt hat das LGH das eigene Spin-off, den Superwahltag. Dieses Jahr am 13. Oktober. Es wurden gewählt: Vertrauenslehrer, Schulsprecher, Unterstufensprecher und neu: Mittelstufensprecher. Dies alles ganz umständlich mit unvollständigen Wahlzetteln und lange Reden. Letztendlich gab es einige Überraschungen und mehrere Gleichstände. Die Ergebnisse: Die neuen Schulsprecher sind Vincent Löwe (11), Tanja Yeh (11), die neuen Vertrauenslehrer (Gleichstand) Martin Schuck und Christoph Pollak, der neue Unterstufensprecher Julian Uhl (8) und die Mittelstufensprecher (Gleichstand) Ludwig Geist (10a) und Jonathan Weber (10a).

Zahlen des Monats: Die Liste der sinnlosen Regelungen erweitert sich. Thema dieses Mal sind die heiß diskutierten Regelungen der Schlafenszeiten in der Oberstufe. Die Kritik geht nicht an die Anstrengungen der Schulleitung, einen Kommunikationsweg zur Schülerschaft zu schaffen, aber das Ergebnis: Für alle unter-16-Jährigen gilt jetzt eine Schlafenszeit von 23 Uhr, für alle anderen weiterhin keine, dafür wird ihr Internetzugang aber auf 23:45 Uhr verlängert. Ungerecht, so die Sicht vieler Schüler, denn das Grundproblem des Verschlafens wird dadurch verschärft. Die unter-16-Jährigen sind dagegen die zuverlässigsten, was Pünktlichkeit und Müdigkeit angeht.

Am 22. Oktober war der bayerische Rundfunk bei uns zu Gast und besuchte den Unterricht. Die Reporterin bekam zu hören, dass es zum Beispiel die Aggregatzustände gasförmig, flüssig und Pudding gibt. Außer uns Schülern, wurden natürlich noch Lehrer und Schulleitung interviewt, deren Wissensstand etwas höher war.

Jetzt bitte nicht aufhören zu lesen, auch wenn sich das hier jetzt wie Lottozahlen anhören wird, doch das LGH hat auch dieses Jahr wieder an Jugend trainiert für Olympia teilgenommen, mit sensationellen Ergebnissen, wie die 0:1, 0:2, 0:5, 0:8 und 0:12 Niederlagen und einem 3:1 Erfolg. Früher kamen, wenn man alle Spiele addiert, mindestens 50 Treffer gegen das LGH heraus, dieses Jahr sind es nur 39.

Am 25. Oktober fuhren die Klassen 10a und b, die Französischkurse der Klasse 11 und einige aus dem GK-4-stündig-Kurs nach Straßburg, zum Europaparlament. Begrüßt von Frau Gräßle, die auch schon am LGH war, kamen sie spät abends mit blauen EU-Werbetaschen zurück, um wenigstens noch die Textilindustrie zu fördern, die zwar nach Bangladesh verlagert wurde, aber dennoch, die ganze Welt steckt in einer Krise.

Für unser diesjähriges JUNIOR-Unternehmen, das vom Wirtschaftskurs Klasse 11 geführt wird, wurde der beantragte Namen „Trashpop“ leider zurückgewiesen, sodass es jetzt wieder namenlos ist. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Mülleimer durch Außenaufkleber zu verschönern.

Zum Ende des Monats verließ uns Frau Cichon, um an einer anderen Schule zu unterrichten. Dies veranlasste uns Schüler dazu, ihr mit Auld Lang Syne am Schulabend einen schönen Abschied zu bereiten. Auch das Kollegium hat sich später noch persönlich verabschiedet. Sie war eine der Lehrerinnen, die wir besonders schätzten, in dem Sinne viel Erfolg an der neuen Schule! Ein kleine Erinnerung am Rande: Uns ist es jetzt offiziell erlaubt, sie auf Facebook zu adden.

 

Bild: toth92 @flickr

Wertvoller Tipp des Monats: Diesen Monat musste unsere Krankenstation tatsächlich dazu aufrufen, kranke Kinder zu Hause zu lassen, denn die Krankenstation war tatsächlich total überfüllt durch die riesige Erkältungswelle, die das LGH heimsuchte. Nur wenige blieben davon verschont, auch Lehrer nicht. Besser wäre es, wenn unsere Krankenschwester mal die Lehrer dazu aufrufen würde, zu Hause zu bleiben, statt sich krank in den Unterricht zu schleppen.

Zum Weiterlesen: Die komplette Unser-Monat-Kolumne

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