Mein Browser: RockMelt

Ein neuer Browser taucht auf und baut auf einem starken Fundament auf, Chromium 11. Der Clou bei RockMelt: Es ist ein sozialer Browser und will damit erfolgreicher als das ehemalige Flock werden, hält RockMelt das Versprechen? Ich liebe ihn jetzt schon und würde Firefox ablösen, hätten wir keinen Schul-Proxyserver.


Laut Nielsens Statistik verbringen wir täglich durchschnittlich 6 Stunden auf Facebook, zumindest ist der Tab offen und wir surfen im Web. Ich zum Beispiel habe drei angeheftete Tabs: Facebook, Gmail und Twitter. Das hat allerdings Nachteile: Oft muss ich Seiten neu laden, um auf dem neuesten Stand zu sein und um auf Facebook zu chatten, muss ich meinen Youtube-Tab verlassen und kann das Video für eine Zeit lang nicht sehen. Geht es nicht besser?

RockMelt ist ein sozialer Browser. Das heißt, Facebook ist direkt in den Browser integriert: Der Chat findet sich in der linken Leiste, ist also immer verfügbar, egal auf welcher Seite man gerade surft, den Statusstream findet man in der so genannten App Edge, mehr dazu später. Die Benachrichtigungen findet man direkt links oben, man kann auf sie überall zugreifen, man muss also die Seite/den Tab nie wechseln.

Ein zentraler Punkt von RockMelt ist auch die App Edge, dort kann man RSS-Feeds unterschiedlicher Seiten kinderleicht durch den „RockMelt App Center“ hinzufügen und man findet alles, sogar neue Seiten wie theverge.com. Jetzt kann ich also auf den Facebook-Stream, Twitter-Feed, Gmail zugreifen, ohne die Seite, die ich betrachte, zu verlassen und ich bekomme bei neuen Artikeln und E-Mails sogar Push-Benachrichtigungen, ich bin also immer auf dem neuesten Stand.

Nun ist diese Idee jetzt nicht neu, Flock hat es auch schon versucht und ist gescheitert. Hauptsächlich, weil der Browser langsam war. Doch RockMelt ist anders: Es ist unglaublich schnell, weil es auf Chromium und somit auch auf WebKit basiert und damit auf Google Chrome basiert, einer der schnellsten Browser der Welt. Dadurch hat man auch Zugriff auf den Chrome Web Store mit seinen vielen Erweiterungen, RockMelt ist sozusagen eine Erweiterung für Chrome. Er wird zurzeit noch entwickelt und befindet sich in der fünften Beta, es werden in Zukunft immer weitere Features dazukommen: So gibt es jetzt schon ein eigenes „Read it Later“, um Seiten für später zu speichern, falls man keine Zeit zum Lesen haben sollte. Eine iPhone-App gibt es auch schon, um Lesezeichen und Co. zu synchronisieren.

Nun ist RockMelt ein unbekannter Browser und wird höchstwahrscheinlich auch ein Nischenbrowser bleiben, so wie Opera heute. Dennoch fühle ich ich in dieser Umgebung unglaublich wohl und ich sehe seine Vorteile. Im Moment ist dies mein Hauptbrowser geworden, den ich benutze, doch da Google Chrome einige Probleme bei der Unterstützung von Proxy-Firewalls hat, werde ich leider wieder auf Firefox umsteigen müssen, wenn ich wieder in der Schule bin. Eigentlich schade, denn die Push-Benachrichtigungen sind unglaublich nützlich. Falls Ihr jetzt mit Google Chrome gut auskommt, ist das eine perfekte Erweiterung für euch, die Ihr hier downloaden könnt.

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