Let’s fight: Googlerola VS Apple

Ich habe während meiner tollen Zeit in Boston über Einiges nicht berichtet, doch das Wichtigste hat sowieso meine Urlaubsvertretung übernommen. Haha. Trotzdem fliegen die Nachrichten nur zur Türe herein und heute geht es mal wieder um – Achtung: Überraschung – Patente. Na toll. Aber dieser Fall ist besonders, denn erstmals verhängt ein Gericht gegen Apple eine einstweilige Verfügung und bringt Apple in Bedrängnis. Im Online Store sind jetzt diejenigen Apple-Geräte nicht mehr verfügbar, die einen Infineon-Chip besitzen und die 3G/UMTS-Technologie verwenden: iPad 3G, iPad 2 3G, iPhone 3GS und iPhone 4.

Das iPhone 4S ist übrigens nicht betroffen, weil es mittlerweile einen Qualcomm-Chip verwendet, das nicht gegen das Motorola-Patent verstößt. Dieses Patent beinhaltet eine bestimmte Technologie, sich mit dem UMTS-Dienst zu verbinden und Motorola weiß von der Wichtigkeit dieses Patents und ist Apple-Angaben zufolge nicht bereit, es zu „fairen Bedingungen“ zu lizenzieren.

Motorola besitzt im Moment nicht unbedingt die besten Geräte, obwohl das RAZR Maxx beeindruckend ist, aber ein breites Portfolio an Patenten. Dies ist auch der Hauptgrund gewesen, wieso Google Motorola Mobility aufgekauft hat: Im Patentstreit „Alle gegen Apple“ gewinnen.

Dies scheint sich ausgezahlt zu haben: Während Hauptkonkurrent Samsung Rückschläge gegen Apples industrielle Designs hinnehmen muss, schafft es Motorola gleich zweimal, gegen Apple zu gewinnen: Einmal früher wegen dem UMTS-Patent, woraus Apple heute die Konsequenzen zog und zum zweiten Mal heute:

Dieses Mal ist es eine dauerhafte Verfügung und keine einstweilige. Der Push-E-Mail-Dienst von iCloud und MobileMe verstößt offenbar gegen ein Synchronisations-Patent von Motorola. Apple müsste theoretisch den Push-Service bannen und auf einen simplen Synchronisations-Service umstellen, doch dies würde Apple einen entscheidenden Nachteil gegenüber Konkurrenten geben. So beschweren sich schon heute viele, dass dem iPhone noch die Push-Integration von Gmail in der vorinstallierten Mail-App fehle, welche eine sofortige Benachrichtigung schicken würde, falls eine Mail eintrifft. Im Gegensatz, das iPhone sucht in gewissen Abständen nach neuen E-Mails, dies verzögert das Erhalten von E-Mails. Alle restlichen iCloud-Services wie iTunes Match sind unbetroffen.

Zwar ist diese Verfügung dauerhaft, jedoch nur einstweilig durchsetzbar. Das heißt Motorola kann Apple nur kurzzeitig dazu zwingen, den Push-Service abzustellen. Daraufhin darf Apple diese Verfügung infrage stellen und je nachdem, wie diese Klage verläuft, könnte Motorola dafür verantwortlich gemacht werden, Verfügung zu früh angewandt zu haben.

Patentgesetze sind kompliziert, wer dieses Hin-und-Her noch nicht verstanden hat, sollte einfach in der angegebenen Quelle nachlesen.

Update: Die betroffenen Geräte im Apple Online Store sind mittlerweile wieder verfügbar.

VIA: ENGADGET; QUELLE: Foss Patents (iCloud), Foss Patents (3G)

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