Gottschalk Live

Gottschalk Live – der Relaunch

Das war er also, der große Relaunch von Gottschalk Live. Am Prinzip „Im Sommer steht das Konzept und im Herbst steigen die Quoten“ hält man offenbar fest. Kurzfristig gesehen heißt es jetzt: „Ab heute senden wir und nächste Woche haben wir ein Studio.“

Man denkt sich, was ist aus der Sendung im Quotentief geworden? Gestern sollte die erste Sendung mit neuem Studiopublikum, neuem Konzept und neuem Studio starten, ganz daran gehalten hat man sich nicht.

Ein Studiopublikum war da, doch motiviert schienen die Zuschauer überhaupt nicht zu sein. Genauso wie man scheinbar vergessen hat, Pilotsendungen vor dem großen Start am 23. Januar 2012 zu produzieren, hatte man gestern das Warm-Up vergessen.

Ein neues Konzept konnte ich nicht erkennen, es wurden regelmäßige Rubriken eingeführt wie „Mein Video des Tages“, doch besonders unterhaltsam war es nicht. Die letztes Jahr groß angekündigte Social-Media-Revolution fiel komplett raus, da frage ich mich, was die 60 Redakteure eigentlich den ganzen Tag über machen, wenn Social Media nicht mehr in der Sendung erwähnt wird. Die gestrige Sendung war eine reine Akkumulation von Frust. Lobenswerterweise hat Gottschalk Live den extra3 Beitrag über Gottschalk Live gesendet, eine Selbstkritik. Darauffolgend lasen Jan Hofer und Thomas Gottschalk abwechselnd Zuschauerbriefe vor: Pures Gift. Gottschalk schien seine Kritik zu genießen, er war weder traurig, noch machte er sich über sie lustig; es gab ja nichts Lustiges.

Ja, das neue Studio. Hehe. Das Studio bestand gestern aus zugezogenen Rolläden, grauen Wänden und verpackte Möbel. Es ist, als wolle Gottschalk umziehen. Bei der ARD hat man sich das so vorgestellt: Das unfertige Studio soll Zuschauer anlocken. Diese sollen dann täglich einschalten, damit sie auch ja sehen, wie das neue Studio entsteht. Nicht gerade sehr spannend.

Aber es war nicht alles schlecht: Die Zuschauerbriefe zur Tagesschau, welche Jan Hofer vorlies, passten wunderbar zur seichten Vorabendunterhaltung. Wohingegen Oliver Pocher als Gast scheinbar eine Fehlentscheidung war.

Man merkt: Es hat sich nicht viel geändert, vieles war schlecht, manches gut. Vielleicht sollte man doch warten, bis das Konzept und das Studio steht, denn aus der jetzigen Baustelle kommt nichts Gutes. Oder man hofft auf den Herbst, so wie anfangs angepeilt. Neun Monate nach dem Start der Sendung soll die Qualität also gut werden. So verspricht es die ARD. Sie nehmen es eben locker.

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