Unser April

Bild: Morio @ Wikimedia Commons

Dieser Artikel hätte eigentlich eine Spezialausgabe über gewisse Klebeband-Verschwendungen in unserem Foyer werden sollen, aber es muss ja auch immer so viel passieren, über das berichtet werden muss. Leider. Es wäre zu schön gewesen, einen ganzen Artikel lang über diese „Innovation“ zu schreiben. Da ich weiß, dass es auch einige Lehrer gibt, die sich darüber lustig machen, hier eine kleine Erinnerung: Lehrer dürfen auch farbfleck-Artikel schreiben, dies wäre zum Beispiel eine gute Gelegenheit.

Ab dem 17. April konnten wir die neue Schulkleidung kaufen. Dabei handelt es sich um eine freiwillige, für offizielle Anlässe gedachte Kollektion aus unterschiedlichsten Kleidungsstücken in den unterschiedlichsten Farben. Sie verkaufte sich anfangs mäßig, doch seit dem 24. April gab es die Kleidung im Paket mit Autogrammen von Herrn Neudert in coolen Posen. Allein am „Superduperdenkerdienstag“ wurden mehr Bestellungen abgegeben, als an allen vorherigen Tagen zusammen. Dies war wohl die verzweifeltste Marketingaktion des LGHs.

Abgehakt – Die Kurzmeldungen des Monats: Vortragsabend von unserer Juniorfirma. Ein steinreicher Mann hat keine Ahnung, worüber er reden soll und zeigt YouTube-Filme. Hauptsache lustig. +++ Die etwas andere Seite des Frühlingsballs: American Idiot und And We Danced. +++ Schüler der elften Klasse im Wald unterwegs, auf der langen Suche nach dem International Award for Young People. +++ Manche waren auch eine Woche lang im Kloster.

Logo: Rooney @ FlickrMan könnte mir jetzt vorwerfen, ich würde das Titelbild nur so groß machen, damit ich weniger Text schreiben muss. Das stimmt prinzipiell auch, denn zu dieser neuen Idee gibt es wirklich nicht viel zu sagen, außer: Sie ist besch***en.

Es geht darum, dass Ideen vom LGH-Rat geprüft wurden, das Schultaschen-Chaos vor der Mensa zu lösen. Unter anderem auch das ausweisen von persönlichen Flächen. Ich sagte, es wurde geprüft. Doch da eine Verfechterin dieser Idee (Catha M., Name von der Redaktion geändert) Angst hatte, man würde sich gegen diese Idee entscheiden, hat sie in einer Nacht- und Nebelaktion einfach mal gemacht. Und am nächsten Morgen hatte jeder sein stilles Örtchen. Außer die Oberstufe, ihr wird scheinbar schon zugetraut, die Taschen ordentlich abzustellen. Oder das Klebeband ist ausgegangen.

Wir haben schon alle gehofft, die Fragmentierung des Foyers würde länger erhalten bleiben. Dann hätten wir zuschauen können, wie die 7b (wann sie auch immer kommt) im Freien ihre Felder bekommt. Das Foyer ist ja voll. Doch soweit kam es leider nicht: Man hat vergessen, dass es Putzfrauen gibt. So sahen die Namen am nächsten Tag schon so aus. Außerdem hat man vergessen, dass LGHler hochbegabt sind. Wir sind sehr anpassungsfähig und finden Alternativen. In diesem Fall hieß die Alternative Schulhaus. Jetzt haben wir Stolperfallen im Schulhaus gebaut, kriegen wir dort auch bald Klebeband-Raster? Und dann auf dem Schulhof? Oder wird Frau M. als nächstes die Kaulquappen von den Fischen im Biotop trennen?

Doch der Terror ist jetzt ja zum Glück vorbei: Den Frühlingsball als Ausrede genommen und schnell das Kreppband abgerissen, eine große Erleichterung für uns! Wir können wieder sicher im Schulhaus herumlaufen, ohne über Schulranzen zu stolpern! Außerdem: Wie auf dem Bild links zu sehen ist, welches nach der Entfernung aufgenommen wurde, ist es doch gar nicht so schlecht vor unserer Mensa… Die Fluchtwege sind frei, das kann auch der Superduperdenker-Neudert bestätigen. Ein Hoch auf Klasse 9 für das Entfernen!

Am 24. April besuchte uns ein Radioteam des SWR und berichtete über uns. Erstaunlicherweise hat es der Beitrag schon zwei Tage später auf Sendung geschafft, eine immense Leistung verglichen mit dem Frontal-21-Beitrag, der drei Monate gebraucht hatte. Hier ist der Ausschnitt aus der Sendung, jegliches Copyright liegt beim SWR:

Man hört ja generell wenig von unserem Küchenausschuss, doch eine Entscheidung haben sie jetzt durchgesetzt: Es gibt jeden zweiten Tag Schokopudding. Eine sehr fragwürdige Entscheidung. Mir geht die Monotonie jetzt schon auf die Nerven, aber früher war es auch nicht besser. Da haben wir auch nur den gleichen Pudding gegessen, nur hieß er anders: Haselnusspudding, Nusspudding, Toffeepudding, Karamellpudding… Außerdem aus unserer Mensa: Gemischte Gefühle beim Besuch unserer Mensa am 26. April gehabt? Kein Wunder, es gab ja schließlich „Fleischkäse von glücklichen Schweinen“ zu essen. Zum Schmunzeln.

Am 26. April fand kein Schulabend statt. Schon wieder nicht. Fast so, als hätten sie auf meinen Rat gehört, ihn abzuschaffen. Leider wurde er nur durch ein Konzert ersetzt. Im offiziellen Zentrum dieses Konzerts stand der Kompositionswettbewerb, welcher mit einer fragwürdigen Entscheidung ausging: Das Publikum hätte die Preise etwas ander vergeben. Ein echtes Highlight wurde am Ende noch die Teile aus Orffs „Carmina Burana“, aufgeführt von den Chören und den 10. Klassen, unterstützt durch vier(!) Schlagzeuger, zwei Klavieren und einer Orgel + Oboe.

Eine Aufnahme des Konzerts von der Technik findet sich auf Google Drive. Es ist zu beachten, dass die Mikrofone bei Carmina Burana etwas unglücklich ausgerichtet waren, sodass der Chor relativ leise auf der Aufnahme ist. Die dazu passenden Timestamps:

Rhythmische Improvisation: 0:00
Begrüßung: 3:12
How Insensitive: 8:15
Clocks: 12:30
Verleihung des Kompositionswettbewerbs: 17:55
Guitar Fantasies: 30:43
La Tarumba: 35:33
Oboenkonzert: 42:30
Carmina Burana: 53:02

Zum Weiterlesen: Die komplette Unser-Monat-Kolumne

3 Gedanken zu “Unser April

  1. Der Unterhaltungswert deiner Blogeinträge rechtfertigt doch immer wieder mal einen Besuch hier auf dieser Seite :)

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