Tech Week in Review

Während Antihans im Urlaub war, gab es einen einzigartigen Mix an Nachrichten: Neue Entdeckungen aus der Forschung, schlechte Nachrichten aus der kanadischen Wirtschaft und ein unglaubliches Hin-und-Her mit der Jurisdiktion. Man kann eben nicht jede schlechte Nachricht im Trubel der Google I/O verstecken, trotzdem ein netter Versuch von RIM, T-Mobile USA und Sprint.

  • BlackBerrys Zukunft in den Sternen

Research in Motion (RIM), der Hersteller der BlackBerrys, meldet für das zweite Quartal 2012 einen Nettoverlust von 518 Millionen US-Dollar und wird 35% seiner Arbeitskräfte kündigen. Um alles zu verschlimmern ist BlackBerry 10, die einzige Hoffnung RIMs um 6 Monate verspätet worden, auf das erste Quartal 2013. Der Aufsichtsrat plant möglicherweise eine Teilung der Firma in die Enterprise Services und die BlackBerry-Sparte. Mittlerweile glaubt niemand mehr an einen Erfolg von BlackBerry 10 und es wird auf eine Kooperation mit Microsoft und Windows Phone spekuliert.

Apple reichte vor fünf Monaten eine Klage gegen das Galaxy Nexus ein und jetzt hat es eine einstweilige Verfügung erhalten, welche den Verkauf des Flaggschiff-Smartphones von Google verhindert. Zumindest bis sechs Tage später das Berufungsgericht diese Verfügung wieder aufgehoben hat. Im Zentrum steht das „Universal Search“ Patent von Apple, welches in mehreren Datenbanken nach einem Suchbegriff sucht (z.B. Kontakte, E-Mails und Internet). Google wird das Galaxy Nexus ab dieser Woche mit Android 4.1 Jelly Bean und deaktivierter Universal-Search-Funktion weiterverkaufen.

Zu diesem Zeitpunkt kommt wieder die Frage auf, ob Patente nicht eher Innovation hemmen, anstatt sie zu fördern. Denn Universal Search ist keine Funktion, die Apples Verkaufszahlen schaden könnte: Sie ist nicht der Grund zum Kauf eines Galaxy Nexus. Außerdem ist das Patentsystem generell korrupt: Apple konnte gerade jetzt erst eine Verfügung gegen das Galaxy Tab 10.1 erwirken, doch sein Nachfolger ist bereits auf dem Markt. Nilay Patel denkt jedoch, es seien die Netzbetreiber, welche die Innovation verhindern.

  • Das Higgs-Boson in Comic Sans

Das Higgs-Boson könnte nach 40 Jahren endlich gefunden worden sein. Hurrah! Zur Feier des Tages stellte das CERN seine Ergebnisse in Comic Sans vor. Doch was zur Hölle ist das Higgs-Boson?

Das Nexus 7 ist das beste Tablet für $200 und schlägt Amazon ist jeder Kategorie. Doch das Wichtigste am Nexus 7 ist die internationale Verfügbarkeit, so Vlad Savov. Doch trotzdem wird es das Nexus 7 nicht für Deutschland geben, da es in Deutschland keinen vollen Zugriff auf Google Play gibt: Sowohl Google Play Music als auch Google Play Video fehlen. Amazon hingegen ist höchstwahrscheinlich dabei, den Nachfolger für das $200 Kindle Fire, welches AllThingsD zufolge ein besseres Display bekommen wird, und ein neues Amazon-Smartphone herzustellen.

Update: Das Nexus 7 wird in Deutschland zum Preis von 199€ für das 8GB-Modell verfügbar sein.

Fußball war die Antwort des Bundestages. Während die meisten Abgeordneten schon vor dem Fernseher saßen und Deutschland-Italien sahen, beschloss ein fast leerer Bundestag in nur 57 Sekunden das neue Meldegesetz. Damit wird es Behörden möglich sein, persönliche Daten der Bürger an Firmen weiterzugeben. Ein Beispiel einer Aktualisierungsanfrage: „Wohnt Max Mustermann in der Schillerstraße 60?“ Behörde: „Nein, Max Mustermann wohnt jetzt in der Schillerstraße 57. In der Schillerstraße 60 wohnt jetzt Erika Mustermann.“ So ähnlich läuft das dann. Es ist übrigens sehr fraglich, dass dieses Gesetz durch den Bundesrat kommt.

2 Gedanken zu “Tech Week in Review

  1. Was meinst du mit das nexus 7 wird es nicht in Deutschland geben? Es wird es zwar vorerst nicht geben, eine Markteinführung für 199 € bzw. 249 € ist dann aber wohl doch geplant.

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