ASUS Padfone 2. Endlich High-End.

Bild: Engadget

Das erste Padfone stellte uns vor zwei Jahren ein neues Konzept vor: Ein Smartphone, das in ein Tablet-Dock hineingeschoben werden kann, sodass man in einem Gerät sowohl einen großen Bildschirm als auch ein mobiles Smartphone besitzt. Doch das endgültige Gerät kam erst nach einer Wiedervorstellung ein Jahr später in den Handel und blieb in den Gedanken der Blogger immer das „verschollene Smartphone.“ Das neue Padfone 2 macht es anders: Schon Ende diesen Jahres soll es herauskommen, mit kompromissloser Hardware.
Während das erste Padfone nur mittelmäßige Hardware besaß und somit der Kauf immer ein Kompromiss zwischen High-End-Smartphone und einem interessanten Phone-/Tablet-Hybriden war, ändert dies das Padfone 2. Es soll kompromisslos sein.

Das Padfone 2 selbst kann sich mit der Spitzenklasse messen: Das Snapdragon S4 ist im Verlauf diesen Jahres durch seine Energieeffizienz bekannt geworden, das Padfone 2 legt noch einen drauf. Der neue 1,5GHz, quad-core Snapdragon S4 Pro Prozessor bringt Spitzenleistung mit besserer Effizienz als der Tegra 3 des One X.

Außerdem wurde das Display des Padfone mit einem 4,7″-720p-Bildschirm im Padfone 2 ersetzt. Dieses Display besitzt die Super-IPS+-Technologie, die Farben stärker saturiert und Sichtwinkel erweitert. Außerdem ist es eine neue IGZO-LCD von Sharp, die unter anderem den Akkuverbrauch senkt. Insgesamt ist es ein vielversprechendes Smartphone, das rein hardwaretechnisch mit den Spitzenreitern dieses Jahres mithalten kann.

Sehr positiv für deutsche Käufer ist, dass das Padfone 2 LTE-Unterstützung für die 800, 1800 und 2600 MHz Frequenzen besitzt, sodass es mit allen Netzbetreibern in Deutschland kompatibel sein wird (Telekom, vodafone und o2). Das iPhone 5 hingegen unterstützt nur die 1800-MHz-Frequenz, die in Deutschland nur von der Telekom und nur in einigen Städten benutzt wird. Auf dem weniger dicht besiedelten Land verwendet die Telekom hingegen 800-MHz-Frequenzen, sodass das iPhone 5 hier auf UMTS zurückschalten muss.

Das Tablet-Dock hingegen ist weniger interessant: Es besitzt die gleiche 1280*800-Auflösung, ist jedoch dünner als zuvor. Es ist jedoch anzumerken, dass das Dock nur einen Akku und einen Bildschirm besitzt, also ohne das Smartphone ziemlich nutzlos ist. Das Padfone 2 wird wahrscheinlich auch noch mit weiteren verrückten Accessoires verkauft: Das Padfone 1 besaß noch eine optionale Tastatur, das ein Smartphone zu einem „Android-Laptop“ machte und einen Stift, der zugleich als Bluetooth-Headset dient.

Die größte Frage ist die Software: Kann man ohne Arbeitsunterbrechung das Smartphone in ein Tablet verwandeln? Asus bietet eine Implementation dieses dynamischen Wechsels an, jedoch bekam sie von Entwicklern wenig Zuspruch, weil das Padfone nur eines von vielen Android-Smartphones ist, auf denen die Apps laufen müssen. Dadurch funktionieren bisher neben den vorinstallierten Programmen wie das Telefon nur wenige Apps im dynamischen Modus.

Außerdem stellt sich die Frage, wie nützlich ein Android-Tablet angesichts der mangelnden App-Auswahl für 10″-Geräte ist. Ich fände ein Padfone mit einer Kombination von Windows Phone 8 und Windows RT vielversprechender, auch wenn die Umsetzung aufgrund der verschiedenen Betriebssysteme wahrscheinlich schwieriger wäre.

Engadget hat ein Hands-on-Video, um Euch ein Gefühl für das Prinzip des Padfones zu geben. Zum Vergleich und für das Dynamic Resizing empfehle ich die Review des ersten Padfones von The Verge.

Zwar ist das Padfone 2 selbst ein sehr gutes Smartphone, doch ohne die Accessoires muss es sich in die hart umkämpfte Liga der High-End-Smartphones einreihen, nach dem Galaxy SIII, dem One X und dem Optimus G. Natürlich würde ich momentan (Mitte Oktober) vom Kauf aller Android-Smartphones abraten und vorschlagen, auf die bevorstehende Flut an Nexus-Geräten mit purer Android-Software zu warten. Bisher sind bereits Bilder eines LG Optimus Nexus und eines Sony Nexus X aufgetaucht und sie sind sehr vielversprechend.

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