Apple Event: iPad mini, iPad 4, iMac, 13″ MBP mit Retina Display

Apple hat heute eine mächtige Bombe platzen lassen. Das iPad mini wurde vorgestellt. Doch nicht nur das: Das iPad wurde etwas upgegradet und ein MacBook Pro mit Retina Display und 13″-Bildschirm steht nun zum Verkauf. Außerdem gibt es neue Versionen des Mac mini und des iMac. Insbesondere beim iMac bin ich vollkommen überrumpelt worden. Spoiler: Es ist dünn. Sehr dünn.

  • iPad mini

Beginnen wir mit dem Elefanten im Raum: dem iPad mini. Das iPad mini ist ein 7,9″-Tablet (doch nicht 7,85″), das gerade so noch in eine Hand passt. Es besitzt leider das Display des iPad 2 (1024*768 Pixel) und stellt so die App-Kompatibilität sicher: Bisherige iPad-Apps werden leicht herunterskaliert, wobei die Pixel 1 zu 1 gleich bleiben. Im Gegensatz zum Nexus 7, wo meist Smartphone-Apps hochskaliert werden. Ein Unterschied, der für Apple extrem wichtig ist. Auch der Prozessor bleibt gleich: Der A5-Prozessor im iPad 2 ist bemerkenswert veraltet und steht in keiner Konkurrenz zum quad-core Tegra 3 im Nexus 7. Auch im Preis punktet das Nexus 7: Für 329€ Euro gibt es das 16GB iPad mini mit WLAN; beim Nexus 7 fallen derzeit 249€ an, wobei eine Preissenkung auf 199€ in ein paar Tagen sehr wahrscheinlich ist.

Bild: The Verge

Letzendlich punktet das iPad mini nur bei den Apps: Ein Tablet benötigt eine andere Bedienoberfläche als ein Smartphone, obwohl der Unterschied bei 7-Zoll-Tablets nicht so gravierend ist. In Sachen Tablet-optimierte Apps hat Apple derzeit klar die Nase vorn, auf Android gibt es nur wenige optimierte Apps, ein Beispiel dafür ist Pocket. Außerdem bekommt man beim iPad mini ein stabiles Aluminium-Tablet, während das Nexus 7 und Kindle Fire aus Plastik bestehen. Ob man dafür den durchaus deftigen Preisunterschied in Kauf nehmen will, liegt in der eigenen Entscheidung.

Überraschend ist auch die Unterstützung für LTE. Genauso wie beim iPhone 5 unterstützt das neue iPad mini mit LTE (ab 459€) nur die 1800MHz-Frequenzen der Telekom, die nur in ausgewählten Großstädten zur Verfügung stehen. Sonst muss man sich mit HSDPA zufrieden geben.

Hands-on des iPad mini; Vergleich des iPad mini mit dem Nexus 7 und Kindle Fire
    • iPad (4te Generation)

Ein Update zum iPad wurde schon erwartet, doch dass es gleich vierte Generation genannt wird, ist unerwartet. Schon letztes Jahr hatte Apple im Herbst das iPad 2 mit einem verbesserten Prozessor ausgestattet, dann aber den Namen behalten. Dieses Jahr bekommt das neue iPad einen neuen A6X-Prozessor, der die doppelte Leistung verspricht. Außerdem besitzt das iPad 4 den obligatorischen Lightning-Port. Das neue neue iPad ist also nicht so wild. Besitzer eines neuen iPads müssen also nicht neidisch werden, ein Upgrade lohnt sich in diesem Fall nicht.

Käufer, die gehofft haben, durch das iPad 4 ein iPad 3 zum Preis von 399€ ergattern zu können, muss ich leider enttäuschen. Das iPad 3 wurde eingestellt und das iPad 2 wird weiter für 399€ verkauft. Allerdings sind im Apple Online Store momentan generalüberholte iPad 3 für ca. 399€ verfügbar.

Hands-on mit dem iPad 4
  • iMac (2012)

Bild: The Verge

Die neuen iMacs sind die wahre Überraschung des Tages: Die neuen 21,5″- und 27″-Modelle beginnen bei 1349€ und sind unglaublich dünn. Apple zeigt in den Pressefotos den lediglich 5mm dicken Rand und es sieht erstaunlich aus. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Der iMac ist wie bisher an der Rückseite gewölbt und wird zur Mitte hin noch wesentlich dicker, ist aber dennoch viel dünner als der bisherige iMac.

Die neuen iMacs besitzen auch die neuen „Fusion Drives“ von Apple, die eine schnelle 128GB SSD mit 1TB Festplattenspeicher kombinieren. Standardmäßig wird das Betriebssystem und häufig verwendete Programme auf der SSD gespeichert und Dokumenter in der HDD. Dadurch wird eine schnelle Datentransferrate sichergestellt.

Hands-on mit dem neuen iMac
  • Mac mini (2012)

Der neue Mac mini bekommt ein Update mit frischen Intel Ivy-Bridge-Prozessoren und der Fusion Drive des iMac. Allerdings besitzt die Basis-Version für 629€ immer noch einen dual-core Prozessor und eine traditionelle HDD. Enttäuschend ist der Wegfall der optionalen Grafikkarte, jetzt ist standardmäßig nur noch der integrierte Grafikchip an Bord, was den Mac mini wesentlich unattraktiver macht.

  • MacBook Pro mit Retina Display (13 Zoll)

Als das erste MacBook Pro mit Retina Display vorgestellt wurde, hieß es Wow. Aber es war zu schwer, zu groß und zu teuer. Die Tech-Blogger wollten ihre leichten, portablen MacBook Airs nicht nur wegen dem Retina Display umtauschen, das ein massives 15-Zoll-Display besaß und somit nicht mehr unbedingt portabel war. Apple setzt uns heute als letztes Highlight noch die 13-Zoll-Variante des High-Tech-Notebooks vor, das eine Auflösung von 2560*1600 besitzt. Genau wie das 15″-Modell besitzt dieses MacBook Pro kein DVD-Laufwerk. Allerdings fehlt auch eine externe Grafikkarte, was manche enttäuschen wird. Es ist hinzuzufügen, dass das normale 13″-MBP auch keine externe Grafikkarte besitzt und dennoch mit grafikintensiven Programmen zurecht kam. Doch wird der Grafikchip auch mit viermal so vielen Pixeln zurecht kommen? Laut Apple ja, ich bin noch etwas skeptisch.

Das 13″ MacBook Pro mit Retina Display beginnt bei 1749€ für einen dual-core Intel Ivy Bridge Core i5 Prozessor, 8GB Arbeitsspeicher und 128GB SSD-Speicher.

Hands-on mit dem MacBook Pro mit Retina Display

Die gesamte Apple-Keynote kann mit Antihans Live nochmals erlebt werden.

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