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Antihans Tablet Guide – Winter 2012

Bild: Engadget

2012 war das Jahr der Tablets. Gab es letztes Jahr lediglich unbeeindruckende Galaxy Tabs, die mit dem iPad konkurrierten, bekamen wir dieses Jahr das beeindruckende Nexus 7, Kindle Fire HD und das iPad mini. Nicht zu vergessen das iPad mit Retina Display. Hinzu kommen viele Geräte mit dem neuen Windows RT bzw. Windows 8. Was für ein Jahr!

Die Antihans-Empfehlungen:

Google Nexus 7 (€199): Das Nexus 7 ist ein beeindruckendes Tablet. Es ist sehr handlich und sehr günstig. Dennoch ist die Hardware in der Spitzenklasse: Ein hochauflösendes Display, quad-core Prozessor und das beste von Android. Dabei macht es keine Kompromisse: Das Nexus 7 ist genau so universell nutzbar wie das iPad und ist nicht so eingeschränkt wie das Kindle Fire HD. Als Besitzer eines 7″-Tablets mit Android 4 kann ich sagen: Für Tablets ist es eine wunderbare Größe. Lediglich bei Apps zieht das Nexus 7 im Vergleich zum iPad den Kürzeren, denn die meisten Android-Apps sind für Smartphones optimiert. Allerdings macht dies bei 7″ noch keinen großen Unterschied, was ich aus eigener Erfahrung sagen kann.

Für 199€ erhält man ein Nexus 7 mit 16GB und WLAN; für 50€ mehr verdoppelt sich der Speicher auf 32GB und für 299€ gibt es ein Modell mit 3G und 32GB Speicherplatz.

 

Apple iPad 4 (€499): Das iPad bleibt der König der Tablets. Es besitzt ein atemberaubendes Retina Display und eine riesige Auswahl tablet-optimierter Apps, die völlig neue Möglichkeiten erschaffen, wie z.B. das großartige „Paper by FiftyThree„. Allerdings ist in ein neuer Konkurrent zum iPad aufgetaucht: das iPad mini. Es ist billiger, kleiner, leichter und besitzt die gleichen Apps wie das iPad 4. Auf das iPad mini werde ich noch zurückkommen.

Für 499€ erhält man ein iPad mit 16GB, während die 3G-Modelle ab 629€ starten.

Die 7-Zöller:

Amazon Kindle Fire HD (€199): Das Kindle Fire ist ein gutes Tablet. Die Hardware kann sicherlich mit dem Nexus 7 mithalten. Aber wie ich schon in meinem Vergleich mit dem Nexus 7 festgestellt habe, ist die Software das Problem. Mit dem Kindle Fire HD ist man auf Amazons Shops angewiesen und alles, was man auf diesem Tablet machen kann, ist konsumieren und kaufen. Das Kindle Fire HD ist darauf angelegt, Kunden zum Kauf von Inhalten zu bringen. Es funktioniert: Ein Tech-Blogger hatte das Kindle Fire HD für nur fünf Minuten in der Hand und hat schon aus Versehen ein Film gekauft. Schuld daran sind die großen Werbeanzeigen im Sperrbildschirm und im Homebildschirm, die man für 15€ zusätzlich entfernen kann. Für Filme und Bücher ist das Fire HD perfekt, für das Browsen im Internet oder E-Mails nicht sehr nützlich. Es hängt davon ab, was man braucht.

Apple iPad mini (€329): Das iPad mini ist kleiner, dünner und leichter als das iPad 4. Es senkt auch die Barriere zum Eintritt in das iPad-Ökosystem. Für 329€ erhält man Zugriff auf über 275.000 iPad-Apps, aber man nimmt dafür auch einen veralteten Prozessor und ein Display mit niedrigerer Auflösung in Kauf. Das Display besitzt sogar weniger Pixel als das Nexus 7, obwohl es größer ist. Auch die Größe hat mich nicht überzeugt, denn für mich ist es zu breit, um es komfortabel in einer Hand zu halten. Obwohl Apple am iPad mini „wesentlich weniger“ verdient als an anderen Apple-Produkten, kann es preislich nicht mit dem Nexus 7 mithalten, das eine Profitmarge um die 0%-Grenze hat. Kann Apple die Kunden also überzeugen, für 130€ mehr ein schlechteres Display in Kauf zu nehmen, um in den Genuss der iPad-optimierten Apps zu kommen? Für mich ist die Antwort auf diese Frage nicht so klar wie die Frage auf das beste Smartphone auf dem Markt.

Der Arbeiter:

Microsoft Surface RT (€479): Das Microsoft Surface ist das Flaggschiff-Tablet mit Windows RT, einer Version von Windows 8 für ARM-Prozessoren. Dadurch ist Windows RT inkompatibel mit „normalen“ Windows-Programmen, kann aber Apps aus dem Windows Store abspielen. Microsoft bewirbt das Surface RT als Tablet, mit dem man endlich auch arbeiten kann. Dazu tragen die bunten Touch und Type Cover, mit denen man besser tippen kann, als auf dem Bildschirm, und die vorinstallierte Office-Suite bei. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass der Windows Store momentan noch nicht viele Apps besitzt und das Surface in gewisser Hinsicht nutzlos macht. Aber ist es sehr wahrscheinlich, dass wir in naher Zukunft offizielle Apps von Facebook, Spotify und Twitter sehen werden. Obwohl ich optimistisch bin, ist das Surface RT momentan eine schwierige Empfehlung.

Das Surface RT kostet für eine 32GB-Version mit 16GB nutzbarem Speicher 479€; mit dem Touch Cover kostet es 579€. Außerdem gibt es auch noch das teurere Surface Pro, das mit Intel-Prozessoren und Windows 8 läuft. Somit kann es auch bisherige Windows-Programme wie iTunes und Spotify abspielen, obwohl sie nicht für Touch optimiert wurden.

Die angegebenen Preise sind Durchschnittspreise und unverbindlich.

2 Gedanken zu “Antihans Tablet Guide – Winter 2012

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