Unser November

Bild: Morio @ Wikimedia Commons
Bild: Morio @ Wikimedia Commons

Eine alte Unser-Monat-Weisheit besagt: „Scheint der Monat langweilig, so urteile man nicht voreilig.“ Denn schließlich hat uns auch diesen Monat wieder unsere Mensa mit Abfällen überschüttet, die in Kooperation mit ReFood zu unverdaulichen Sätzen verarbeitet werden.

Alles beginnt mit der genialen Idee, beim Abendessen einfach einen Geschirrwagen wegzunehmen. Wieso auch nicht? In der Küche 1354034921260sind die leeren Geschirrwagen als Wegversperrer doch sowieso nützlicher. Wie üblich bei Großprojekten, kommt unerwartet Protest auf: Die Schüler wollen es nicht hinnehmen, sich fünf Minuten für den Geschirrwagen anzustellen und dabei von einem erstaunlich großen Team des „Geschirrwagendienstes“  überholt zu werden. Es kommt, wie es kommen muss: Man beugt sich dem Druck der Minderheit, die nicht dem „Geschirrwagendienst“ angehört, und stellt den Geschirrwagen wieder zurück an seinen Platz.
Die Küche gibt den Sparversuch aber noch lange nicht auf. Der Geschirrwagen hat jetzt einfach einen Abfallbehälter weniger! Stattdessen stellt man qualitativ minderwertige Plastiktonnen auf den Boden, wo man den Biomüll hineinleeren soll. Da landet zwar manchmal etwas auf dem Boden, aber das Bogenschießen-Additum lehrt uns ja das Zielen.
unsere mensaDas i-Tüpfelchen setzt man mir aber noch freiwillig drauf: Eine Fachtagung über „DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung“ an unserer Schule. Was beschlossen wurde? Man kann nur mutmaßen. Vielleicht sind die Standards ja gehoben worden, sodass unsere Mensa die DGE-Zertifizierung verliert? Wäre es schlimm? Nein, im Gegenteil: Der Speiseplan wäre dann nicht mehr so durcheinander.

Bild: Peter Guthrie
Bild: Peter Guthrie

Vor zwei Monaten berichtete ich, dass die Studienfahrt der elften Klasse dieses Jahr nicht, wie sonst, nach Rom gehen wird. Offizieller Grund: Man solle mehr lernen auf der Studienfahrt. Dieses Argumentationsgebäude ist nun unerwartet eingestürzt, denn die Reise geht nach Dublin (und möglicherweise noch Paris). Highlight auf der Fahrt: Besuch der Guinness-Brauerei und ein gemeinsamer Irish-Dance-Kurs.

Bild: DPA
Bild: DPA

Die Drehtermine für die neue Staffel der Schlichtungsrunde müssen verschoben werden, wie bekannt gegeben wurde. Die zweite Folge des Erfolgsformats mit dem Titel “Externe vs. Interne – Clash der Präfixe” wird nun erst im Januar 2013 aufgezeichnet. Als Grund werden die viel beschäftigten Hauptdarsteller genannt, die noch in die Vorbereitungen für das Weihnachtskonzert eingebunden sind. Auch der Dreh der Alternativsendung auf dem Sendeplatz der “Schlichtungsrunde”, “Sherlock”, wird verschoben. Stattdessen wird die “Schlichtungsrunde” am 9. Dezember durch die neue Sendung “Kellerkino” ersetzt:

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Unter dem Motto „Das GEIL (Girlymans Echt Intellektuelles Kellerkino) ist Geschichte“ eröffnete Bastian Schick am 25. November das neue Kellerkino. Gezeigt werden jedes Wochenende historische Filme; den Anfang machte der Nicht-Mega-Blockbuster „Tage des Zorns“. Durch die Umgestaltung des Kellers wurde das Kellerkino jugendfrei gemacht und eröffnete erstmals einem Publikum ab 12 Jahren. Wahrhammer-Figuren geben der sonst kalten Gefängniszelle ein familiäres Feeling und bestärken die Wirkung der historischen Thriller.

Abgehakt – Die Kurzmeldungen des Monats: Das LGH-Net hatte vor Kurzem ein Redesign. Die größte Änderung ist das Verstecken des Minichats in der unübersichtlichen Navigationsleiste. Außerdem wurde das LGH-Net mit noch mehr Informationen aufgefüllt. +++ Die Europens fanden wieder in der Region statt. Das LGH war beim Debating-Wettbewerb sehr erfolgreich. +++ Einige Lehrer aus Wien besuchten uns im Rahmen des Comenius Regio Projekts, das wegweisende Unterrichtskonzepte entwickeln soll.

the-wordCampusmuseum. Das Campusmuseum kam diesen Monat sicherlich nicht zu kurz, standen doch zwei historisch wichtige Jubiläen an. Zum einen das 25-jährige Bestehen des sogenannten INF-Vertrages (Verbot nuklearer Mittelstreckenraketen) und zum anderen das 100-jährige Jubiläum der Bismarckkaserne selbst. Am LGH fanden dazu zwei Veranstaltungen statt:

Am 6.11. eine Podiumsdiskussion über den NATO-Doppelbeschluss und die Stationierung der Pershing-II-Raketen in Mutlangen unter anderem mit dem damaligen Kommandeur der Raketen General Raymond Haddock und den Vertretern sowjetischer Seite Nikolai Skiba und Nikolaj Jegorow. In der Diskussion mit der meisterhaft überwundenen Sprachbarriere, auch „Sternstunde der Übersetzungskunst“ genannt, klärte uns General Haddock über seine „drei Stufen der readiness“ auf und wieso es am Ende doch nicht zur Eskalation auf. Am Ende war die Unterstufe froh, dass die Diskussion für sie nicht verpflichtend war.

Am Freitag, den 9.11. hingegen sehen wir ein ganz anderes Bild: Es gibt tatsächlich etwas zu feiern, nämlich die Eröffnung des „Campusrundgangs“. Der Campusrundgang ist eine Begleitausstellung zum Campusmuseum, die hauptsächlich vom (Zitat) „Campus-Chefhistoriker Sebastian Schick“ erstellt wurden, und beinhaltet acht Informationstafeln, die auf dem Campus verteilt sind. Auf diesen Tafeln stehen kurze Texte mit relativ geringem Informationsgehalt, genau richtig für die ein oder andere Pause auf dem Weg zur Schule.

„Eins gibt es hier nicht: Schüler, die im Unterricht unter der Bank am Handy daddeln.“

foc4912Die aktuelle Titelstory der 49. Ausgabe des FOCUS berichtet über den Stand der Hochbegabtenförderung in Deutschland. Auch das LGH wird dort als staatliche Schule für Hochbegabte erwähnt. Hier ist ein kurzer Auszug aus dem Artikel (Michael hatte übrigens nicht den ersten, sondern den achten Platz):

„Als Overarchiever, Hochleister, gelten Schüler, die scheinbar mühelos durch den schwierigsten Aufgabenparcours spazieren und Medaillen abräumen, Talente wie Michael Sonner, […] der von der letzten Naturwissenschaftsolympiade in Südafrika erzählt – und ganz beiläufig nachschiebt: „Da hatte ich den ersten Platz.“

Am 22. November verabschiedeten wir Frau Höflacher, unsere langjährige Sekretärin. Von der zweistündigen Feier, die statt dem Schulabend stattfand, werden uns noch viele schöne Erinnerungen erhalten bleiben. Ich erwähne nur den Kutscher. Der größte Gewinner des Abends war übrigens WG Schäfer, die sich erfolgreich um die Organisation des Schulabends drücken konnte.

neues von außerhalbWas viele vielleicht überhaupt nicht mitbekommen haben: Am Samstagabend des 24. November spielte das Theater „Halber Apfel“ ihr beliebtestes Theaterstück „Stefanie integriert die Öztürks“ in unserer Aula. Das deutschlandweit aufgeführte Theaterstück mit dem mitreißenden Titel besitzt sogar eine Fortsetzung: „Almanya, ich liebe dich“.

Zuletzt möchte ich das Jahrbuch-Team herausfordern. In den nächsten Wochen wird der große Unser-Monat-Jahresrückblick erscheinen – und zwar pünktlich. Aber auch das Jahrbuch des letzten Jahres nähert sich der Fertigstellung. Sollte es vor meinem Jahresrückblick erscheinen, wird das gesamte Team einen Sonderpreis von mir erhalten, Näheres lest ihr dann im Jahresrückblick.

Diese Kolumne entsteht in Zusammenarbeit mit „derfarbfleck„, dem Schülermagazin des LGH.

Zum Weiterlesen: Die komplette Unser-Monat-Kolumne

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