Unser Jahr 2012

Bild: Morio @ Wikimedia Commons
Bild: Morio @ Wikimedia Commons

Völlig überraschend hat es das Jahrbuch nicht rechtzeitig aus der Druckerei geschafft. Um die Nachfrage nach Jahresrückblicken zu füllen, ist immer auf mich Verlass. Hiermit präsentiere ich unser Jahr 2012, den offiziellen Jahrbuch-Ersatz des LGH. Mögen die Festspiele beginnen!

Unser Januar

unsere mensaAuch wenn es nicht im Januar war, muss es erwähnt werden: Am 13. Dezember 2011 wurde unsere Mensa mit dem DGE-Zertifikat ausgezeichnet, das die „Note 1“ verspricht, sobald die Mensa gut und die Schule gut ist. Leider hat hier nicht jeder eine Eins in der Schule. Liegt es jetzt an der Mensa oder an der Schule, dass die Gleichung nicht stimmt?

google-sopaZur neuen Reihe “Dinge, die nicht erwähnt werden sollen” gehört diesen Monat die Xxxxxxxxxxxxx im Unterstufenhaus 25. Durchgeführt am 31. Januar, hat sie es gerade so noch in diese Kolumne geschafft. Sie erfolgte im Zusammenhang mit anderen Vorfällen, die ebenfalls nicht erwähnt werden sollen. Was soll noch nicht erwähnt werden? Das Ergebnis der Xxxxxx. (Das gesuchte Lösungswort fängt mit Alkohol an und endet auf Razzia.)

Unser Februar

Brennpunkt Schulabend. Seit dem 17. Februar 2011 hielt WG Schäfer den Rekord für den schlechtesten Schulabend aller Zeiten und dieser sehr begehrte Preis wird dieses Jahr wieder veliehen. Am 16. Februar 2012 stand der Sieger fest: Die Comenius-Gruppe. Ihr Schulabend überzeugte die Jury durch eine rekordverdächtige Länge, extreme Langeweile und den Mangel an Kompetenz, Mikrofone zu benutzen. Gewürdigt werden diejenigen Teilnehmer, die sich gut vorbereitet hatten und ein Sonderpreis für das retardierende Moment geht an die Lehrer für ihr Lied mit dem „Bling“.

Tipp des Jahres: Liebe Einbrecher vom 29. Februar, herzlichen Glückwunsch zum Erhalt von zwei Computern aus dem Büro unseres Hausmeisters. Ich möchte euch jetzt einige Informationen geben: Der eine PC läuft auf Windows 2000 und der andere ist sieben Jahre alt. Jeder PC ist ungefähr 2,70€ wert. Die Fensterscheibe war über 50€ wert. Danke, dass ihr die PCs gewählt habt, wir sind Euch dafür sehr dankbar.

Unser März

Bild: Ulf Kaschl

An zwei Projektwochenenden begann das alljährliche Aussortieren und Testen für neue Bewerber am LGH: In fünf verschiedenen Projekten wurden sie getestet und geprüft. Der ganze Prozess kann sehr ermüdend sein, sowohl für Bewerber als auch für Bewerter. Doch nicht nur Kaffee, sondern auch großartige Momente wie „Die Bank ist zu schmal!“ und „Der geklaute Kuchen“ halten einen wach. Case closed.

Unser April

Logo: Rooney @ FlickrMan könnte mir jetzt vorwerfen, ich würde das Titelbild nur so groß machen, damit ich weniger Text schreiben muss. Das stimmt prinzipiell auch, denn zu dieser neuen Idee gibt es wirklich nicht viel zu sagen, außer: Sie ist besch***en.

Es geht darum, dass der LGH-Rat überlegte, wie man das Schultaschen-Chaos vor der Mensa lösen soll. Unter anderem überlegte man auch über das Einrichten von persönlichen Flächen nach. Ich sagte, man überlegte. Doch da eine Verfechterin dieser Idee (Catha M., Name von der Redaktion geändert) Angst hatte, man würde sich gegen diese Idee entscheiden, hat sie in einer Nacht- und Nebelaktion einfach mal das Ruder in die Hand genommen. Schon am nächsten Morgen hatte jeder sein stilles Örtchen.

Doch man hat vergessen, dass es Putzfrauen gibt. Am nächsten Morgen sahen die Namen schon verwischt aus (Bild links oben). Außerdem hat man vergessen, dass LGHler hochbegabt sind. Sie sind sehr anpassungsfähig und finden Alternativen. In diesem Fall heißt die Alternative Schulhaus. Jetzt werden die Stolperfallen eben im Schulhaus gebaut, gibt es dort bald auch Klebeband-Raster? Und dann auf dem Schulhof? Oder wird Frau M. als nächstes die Kaulquappen von den Fischen im Biotop trennen?

Doch der Terror ist jetzt ja zum Glück vorbei: Den Frühlingsball als Ausrede genommen und schnell das Kreppband abgerissen; eine große Erleichterung für uns! Wir können wieder sicher im Schulhaus herumlaufen, ohne über Schulranzen zu stolpern! Außerdem: Wie auf dem Bild links zu sehen ist, welches nach der Entfernung aufgenommen wurde, ist es doch gar nicht so schlecht vor unserer Mensa… Die Fluchtwege sind frei, das kann auch der Superduperdenker-Neudert bestätigen.

Unser Mai

Zum Vortragsabend des Sparkassen-Vorstands gibt es eine neue Episode von „Der farbfleck vor Ort„:

Okay, von diesem Vortrag weiß ich nur noch, dass ich anwesend war. Da ich offensichtlich alles wieder vergessen habe, muss ich mich auf die offiziellen LGH-Pressemitteilungen verlassen. Darin steht, dass er mit der „Oldenburger Ersparungscasse“ von 1786 begann und die Geschichte seiner Bank vorgestellt hat. Das hat offensichtlich lange gedauert und war sehr ermüdend. Außerdem war der Vortrag mit so genannten „Ja-und?“-Floskeln gefüllt: „Ich bin kein Banker, ich bin Vorstand.“ Das steht so in der Pressemitteilung. Befragen wir doch die Lehrer. Herr Bauer meint, es sei der schlechteste Vortragsabend des Schuljahres gewesen. „Reine Propaganda.“ Andere Schüler konnten natürlich nichts dazu sagen, denn es erinnert sich ja keiner mehr an irgendetwas aus dem Vortrag.

Zahl des Jahres: 9

Fast alle (9 von 11) Namen der LGHler hatte der Zeitungsredakteur der Gmünder Tagespost im Artikel über den Besuch des Landtagspräsidenten Guido Wolf falsch geschrieben. Der Landtagspräsident war übrigens anwesend, um sich über die Entwicklung unserer „Modellschule“ zu informieren und… Lest den Artikel einfach selbst, dann könnt ihr euch nebenbei noch über die falschen Namen amüsieren!

Abgehakt – die Kurzmeldungen des Jahres: Nath steckt im Klo fest, Sax bricht die Tür auf (Link) +++ „Das Jahrbuch könnte womöglich noch vor den Sommerferien kommen.“ Was für eine schlechte Vorhersage (Link) +++ Schon einmal alle Namen für den braunen Pudding aufgezählt? (Link) +++ Alkohol fördert den IQ, das Ergebnis einer Psychologie-Studie am LGH (Link) +++ Habt Ihr auch alle die Erörterung geschrieben? (Link) +++ Die Zone war wieder auf Stippvisite (Link)

Unser September

NS-Zeit. Wir befinden uns jetzt in der Nach-Schödel-Zeit, der NS-Zeit. Denn am 26. September wurde unser stellvertretender Schulleiter verabschiedet. In seinen acht Jahren, die er hier verbracht hat, ist viel geschehen. In der Abschiedsfeier, die mit der feierlichen Fahrt in einem Rennkart begann, würdigten die geladenen Ehrengäste aus der Region und die LGH-Familie seine Leistungen und wünschten ihm mit viel Alkohol und einem kräftigen „O Fortuna“ viel Erfolg in seiner Rolle als Schulleiter der Landesschule Pforta in Sachsen-Anhalt. Nicht einmal die achtjährige Behandlung mit dem Allheilmittel „Sachsenmaier“ konnte Herrn Schödel ganz zum Schwaben konvertieren, also heißt es jetzt mit großem Engagement zurück zu den Wurzeln.

comeniusIch habe die Erörterungen korrigiert und Überraschung: Die Schüler sind nach Norwegen gefahren WEIL ES VERDAMMT NOCHMAL NORWEGEN IST. Andere mögliche Erklärungen, wieso wir an Comenius teilnehmen: „WER MÖCHTE DENN BITTE NICHT NACH FRANKREICH ODER ÖSTERREICH?!“ und „Ich weiß, ich bin der einzige, aber ich suche tatsächlich nach Identität.“ LOL.

Unser Oktober

“Es ist grün?!” Ja, die lange Zeitspanne zwischen dem letzten Jahrbuch und dem neuesten Jahrbuch (über das Schuljahr 2010/11 übrigens), veranlasste einen besonders drastischen Farbsprung, damit das Ziel eines Regenbogens noch pünktlich erreicht wird. Das Jahrbuch über das vorletzte Schuljahr wurde schon totgesagt, doch es hat die lange Reise vom Computerraum in das Mensafoyer doch noch geschafft. Während dieser anstrengenden Reise hat es zwar etwas abgenommen, aber es bietet jetzt besonders viel Rätselspaß mit der Suche nach den versteckten Druckfehlern!

Den größten Druckfehler verrät Euch derfarbfleck exklusiv: Bei den Werbeanzeigen ist dem Jahrbuch-Team leider ein peinlicher Fehler unterlaufen. Eigentlich sollte bei der ropa-Anzeige nicht “ropa macht IT” stehen, denn das wäre ja eine dreiste Lüge. Das Einzige, was ropa bisher geschafft hat, ist, uns ein Internet zur Verfügung zu stellen, das regelmäßig alle zwei Stunden den Geist aufgibt. Also wirklich, ropa macht IT. Zum Totlachen.

Unser November

Campusmuseum. Das Campusmuseum kam diesen Monat sicherlich nicht zu kurz, standen doch zwei historisch wichtige Jubiläen an. Zum einen das 25-jährige Bestehen des sogenannten INF-Vertrages (Verbot nuklearer Mittelstreckenraketen) und zum anderen das 100-jährige Jubiläum der Bismarckkaserne selbst. Am LGH fanden dazu zwei Veranstaltungen statt:

Am 6.11. eine Podiumsdiskussion über den NATO-Doppelbeschluss und die Stationierung der Pershing-II-Raketen in Mutlangen unter anderem mit dem damaligen Kommandeur der Raketen General Raymond Haddock und den Vertretern sowjetischer Seite Nikolai Skiba und Nikolaj Jegorow. In der Diskussion mit der meisterhaft überwundenen Sprachbarriere, auch „Sternstunde der Übersetzungskunst“ genannt, klärte uns General Haddock über seine „drei Stufen der readiness“ auf und wieso es am Ende doch nicht zur Eskalation auf. Am Ende war die Unterstufe froh, dass die Diskussion für sie nicht verpflichtend war.

Am Freitag, den 9.11. hingegen sehen wir ein ganz anderes Bild: Es gibt tatsächlich etwas zu feiern, nämlich die Eröffnung des „Campusrundgangs“. Der Campusrundgang ist eine Begleitausstellung zum Campusmuseum, die hauptsächlich vom (Zitat) „Campus-Chefhistoriker Sebastian Schick“ erstellt wurden, und beinhaltet acht Informationstafeln, die auf dem Campus verteilt sind. Auf diesen Tafeln stehen kurze Texte mit relativ geringem Informationsgehalt, genau richtig für die ein oder andere Pause auf dem Weg zur Schule.

Schöne Ferien!

Weitere Artikel zum Jahresende:
Antihans Smartphone Guide – Winter 2012
Antihans Tablet Guide – Winter 2012
Antihans Ultrabook Guide – Winter 2012
Antihans Hybrid-Laptop Guide – Winter 2012
Die komplette Unser-Monat-Kolumne

2 Gedanken zu “Unser Jahr 2012

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