★ Charlie Sheen ist zurück

Bild: Austin Hargrave
Bild: Austin Hargrave

Charlie Sheens neue Sitcom geht in die zweite Staffel. Nicht mit 24 oder 26 Episoden, sondern 90. Damit betritt die FX-Sitcom Neuland im Fernsehen und könnte den gesamten Markt revolutionieren. Durch die Bestellung von 90 Episoden können längerfristige Planungen erstellt werden; außerdem kommt FX schnell an genug Folgen, um die neue Sitcom auch am Vormittag in Wiederholungen zu zeigen.

Anger Management ist Charlie Sheens neues Projekt, nachdem er letztes Jahr aus Two and a Half Men herausgeflogen ist. Sie handelt vom Anti-Aggressions-Therapeuten Charlie Goodson (Chalie Sheen) und einem von Stereotypen gefüllten Cast, mit dem sich scheinbar offensichtliche Witze reißen lassen.

Von Kritikern erhielt Anger Management gemischte Kritiken – es ist eben typisch Charlie Sheen. Allerdings erzielte Anger Management die höchsten Premieren-Quoten in der Geschichte des amerikanischen Kabelfernsehens. Obwohl die Quote während der ersten Staffel deutlich federn ließ, schaffte es die Sitcom über eine zuvor vertraglich festgelegte Marke, sodass die Großbestellung der zweiten Staffel automatisch erfolgte.

Wichtig ist allerdings nicht die Sitcom selbst, sondern das Potential der Serie, den TV-Markt umzuwirbeln. Solch ein Großprojekt hat bisher noch nie stattgefunden – und sollte Anger Management erfolgreich werden, könnten wir solche Projekte demnächst häufiger sehen. Für den Sender FX bedeutet Anger Management ein großes Risiko, für die Produzenten ist die Planungssicherheit eine große Erleichterung.

Für den Sender FX bedeutet Anger Management ein großes Risiko, für die Produzenten ist es eine große Erleichterung.

The Hollywood Reporter berichtet über Mort Marcus und Ira Bernstein, welche unter anderem auch für die Syndikation von Anger Management, also den internationalen Verkauf der Serie, verantwortlich sind. Üblicherweise liegen von einer Sitcom nach der ersten Staffel maximal 26 Folgen vor – genug für ein halbes Jahr Erstausstrahlung, aber nicht genug für ein Tagesprogramm mit Wiederholungen.

So greift in Deutschland ProSieben beispielsweise im Tagesprogramm auf Sitcoms zurück, die schon seit Jahren auf Sendung sind: Two and a Half Men, The Big Bang Theory, Malcom Mittendrin, Scrubs und How I Met Your Mother. Diese eignen sich besonders gut, da ausreichend Folgen vorliegen, um eine langfristige Ausstrahlung zu rechtfertigen.

Neue Serien kommen meist nicht über eine wöchentliche Ausstrahlung hinaus und sind somit nicht sofort attraktiv für die Syndikation. Die zweite Staffel von Anger Management hingegen wird der Sender FX in den nächsten zwei Jahren fast ohne Unterbrechung senden – das sind 45 Episoden pro Jahr. Wenn die Staffel vorbei ist, werden ganze 100 Episoden der Sitcom vorliegen, welche sich dann zum Weiterverkauf/Lizenzierung eignen.

In Deutschland hat übrigens bereits VOX angekündigt, mit der Ausstrahlung noch dieses Jahr zu beginnen. Es bleibt spannend.

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