Unser März

Bild: Morio @ Wikimedia Commons
Bild: Morio @ Wikimedia Commons

Actio und Reactio. Actio: Wir erfahren, dass die TSB umziehen und den Sportplatz abreißen will. Reactio: Aber was, was passiert dann mit der TG? Actio: Feierliche LGH-Schaumtaufe im Bistro. Reactio: „Endlich sind alle Abiturienten in der LGH-Familie aufgenommen worden.“ Actio: Das Abitur steht vor der Tür. Reactio: Lieber schnell einen Monat schreiben. Viel Spaß!

auf der suche nach

In der neuen Rubrik bin ich diesen Monaten auf den Spuren des mysteriösen Abistresses. Aufgrund dieser prätraumatischen Belastungsstörung wurde die Klasse 12 von ihren Pflichten (Anwesenheit bei Vollversammlungen, Schulabenden, etc.) entbunden, doch ich bin seit Monaten auf der Suche nach diesem unauffindbaren Abistress. Stattdessen wandern unsere Abiturienten gelassen durch die Gegend, helfen bei meiner Suche nach Frau Shellhorn-Pintat, schauen „Bauer sucht Frau“ und veranstalten Gladiatorenkämpfe im Deutschunterricht. Aber die Befreiung vom Vortragsabend hilft uns dennoch bei der Abivorbereitung, nicht dass manche das jetzt falsch verstehen!

lghexplosiv

Während Haus 12 noch schön die Streaming-Dienste ausnutzt, ist in Haus 25 die Hölle los. Kein Internet (dazu kommen wir noch später), Demonstrationen und Campusdienste. Höchste Zeit für ein extra exclusives Explosiv, präsentiert in der Neuauflage der Campuskolumne:

campuskolumne

„Die Teilnahme an den Mahlzeiten ist für alle Schüler der Mittelstufe verpflichtend.“ Dieser Satz aus der Campusordnung, welcher bisher eher als Aprilscherz betrachtet wurde, soll jetzt brutal durchgesetzt werden. Während man uns bisher entgegengekommen ist, indem man die Frühstückszeiten von 15 auf 20 Minuten verlängert hat, damit mehr Trödler „anwesend“ sind, wird seit einem Monat jeder Schüler pünktlich um 7:10 Uhr aus Haus 25 herausgejagt. Wer sich danach noch im Haus befindet, der erhält einen „Strich“ in einem Notizbuch, welches an Herr Neuderts legendäres, blaues Notizbuch erinnern soll. Ab drei „Strichen“ gibt es eine Campusstunde als Strafe.

„Äh, Moment mal…“ möchte man da als Schüler doch sagen. Aber dieser Satz scheint am LGH verboten worden zu sein, da dies „nicht der angemessene Ton gegenüber einem Lehrer“ sei. Der davon betroffene Schüler wurde aufgrund dieser Äußerung aus dem Unterricht geschmissen.

Kein Wunder, dass wir Schüler am 5. März mit einer demonstrativen Protestaktion gegen die Maßnahme Sturm gelaufen sind. Unter dem Motto „Knecht des Systems“ wurde ein Schüler „schlafend“ auf einer Matratze liegend zur Mensa getragen, um zu zeigen, dass die Internatsleitung durch diesem Schritt den Kriegszustand mit der Schülerschaft erklärt hat.

„Während Nordkoreas Handlungen durchaus Sinn machen könnten, da sich Kim Jong Un eine Machtposition innerhalb seiner Partei verschaffen muss, um die angekündigten Wirtschaftsreformen durchzusetzen, scheint diese Aktion der Internatsleitung auf eine pure irrationale Konfrontation ausgerichtet, zumal das Haus 11 von dieser Aktion unbetroffen ist, da anscheinend die Ansicht vorherrscht, dass Mädchen deutlich pünktlicher zum Frühstück kommen“, so LGH-Experte Jakob Maria Mierscheid.

verteidige dein netz

Die Erfolgsrubrik Ropa-Rage hat es diesen Monat dank der oben erwähnten ungerechten Geschlechterbehandlung leider nicht ganz auf den Thron geschafft, aber es ist dennoch genug passiert.

Nahezu die Hälfte von Haus 25 hat seit diesen Monat nämlich keinen Internet mehr. Nein, ernsthaft. Die Hälfte. Einen ganzen Monat.

Ein Schüler hatte nämlich den Schrank mit den Switches aufgebrochen und sich selbst eine „freie Buchse“ beschafft. Da dieser Schrank nun eine „Sicherheitslücke“ im Netzwerk darstellte, wurde die Internetverbindung dorthin gekappt. Die Netzwerkverantwortlichen weigern sich seither, den Schrank wieder in Betrieb zu nehmen, bevor nicht das Schloss repariert wird. Dagegen half nicht einmal der Befehl der Internatsleitung, die Internetverbindung wiederherzustellen, da an ihr auch die „sicherheitsrelevanten“ Telefone hängen. Dies resultierte in einem „Streik“ des Netzwerkteams. Im Klartext: Die Internatsleitung wollte uns wieder Internet geben, aber das Netzwerkteam nicht. Who’s the bad guy now?

hbo öffnungszeigenAuf der positiven Seite hat ropa endlich einmal etwas hingekriegt! Der Austausch der Switches in Haus 12 hat am Dienstag, dem 5. März, reibungslos funktioniert. Außerdem gibt es im Internat nun eine neue Regelung für WLAN-Netzwerke, die gar nicht so schlecht ist. Währenddessen erlebte unser Schulserver, an dem unter anderem auch der Computerraum und das digitale Schwarze Brett hängt, eine Rekord-Downtime von ungefähr 50%. Vielleicht sollten wir wie HBO „Öffnungzeiten“ von Servern einführen.

Abgereist – die Exkursionen des Monats: Die Klassen 9 und 11 fahren am 7. März zu McDonald’s mit einem Umweg über die Gedenkstätte Dachau. +++ Es waren mal wieder drei Personen für drei Tage im Rahmen von Comenius REGIO in Wien. Was, ich wiederhole mich? Sorry. +++ Das Standard-Comenius endet hingegen mit einem Treffen in Dolo, Italien über unsere Zukunft in Europa. +++ In zwei Projektwochenenden bekam das LGH wieder Besuch von ca. 100 Bewerbern für die Klassenstufen 7, 10 und 11. Ja, es wird dreizügig nächstes Jahr. +++ Die StormHawks gewinnen bei den Landesmeisterschaften Formel 1 in der Schule den 4. Platz. In deutlich interessanteren Nachrichten: Nächstes Jahr geht das Traditions-Team falconnect wieder an den Start! Aber leider ohne die grünen Hosen.

ulrich von weizsäcker

Am 6. März stattete uns Dr. Ulrich von Weizsäcker einen Besuch ab, um über das Thema „Wohin geht der Fortschritt und was ist der Motor?“ zu referieren. Seine Präsentation im renommiertem Design mit großer, blauer Times-New-Roman-Schrift auf weißem Grund konnte die wichtigste Frage aber nicht klären: Welcher seiner Vorfahren ist wichtiger, der Physiker oder der Politiker? Stattdessen ging es um Umweltschutz und Ökologie. Lediglich Herr Oganian konnte mit seiner Frage, wie wichtig das Kopfrechnen in der Zukunft sein wird, ein wenig Mathematik ins Spiel bringen. Dennoch war es einer der besten Vorträge des Schuljahres, und dass dafür ein Schulabend ausgefallen ist, wir also keine Zeit „geopfert“ haben, kann uns allen doch nur Recht sein.

the-word

Eliminierung. „Zur Zeit eliminieren wir Menschen“, um das LGH-Kollegium zu zitieren. Diese schockierende Feststellung lässt sich sogar belegen: FairCrowd hat nun eine Mitarbeiterin weniger, der Unternehmer-Club ebenfalls. Auch Formel 1 ist dieses Schuljahr mit drei Teams gestartet; bei den Landesmeisterschaften angetreten ist eins. Und sogar Nadja Shellhorn-Pintat ist verschwunden! Aber um den gleichen Kollegen nochmals zu zitieren: „Wir haben ja noch wen rausgeworfen… Wer war das nochmal..?“ So viele Kündigungen… Zu viele für unseren deutschen Rick Perry.

Nein, diesen Monat gibt es keine Ternie-Tale. Bevor ihr alle losheult; es hat einen Grund. Was könnte nur so wichtig sein, dass eine Ternie-Tale dafür ausfallen muss? Eine Schweinerei.

Copyright Neudert Trimesterputz

Das „© Sebastian Neudert“ auf den traditionellen Listen zum Trimesterputz wurde nämlich durch ein steriles „Stand: Schuljahr 2011-12“ ersetzt. Fast schon so dreist, wie wenn ich diese hochqualitative Kolumne nehmen und auf meinem Blog reposten würde. Einfach nur dreist. Wer kommt denn auf so eine bescheuerte Idee? Es ist schon schlimm genug, dass es kein Weißwurst-Frühstück mehr gibt. Herrn Neudert stehen sicher die Haare zu Berge; nicht nur wegen Bayerns vorzeitiger Meisterschaft. Aus Protest gibt es diesen Monat keine Ternie-Tale.

Diese Kolumne entsteht in Zusammenarbeit mit „derfarbfleck„, dem Schülermagazin des LGH.

Zum Weiterlesen: Die komplette Unser-Monat-Kolumne

2 Gedanken zu “Unser März

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