Unser Jahr 2013

Bild: Morio @ Wikimedia Commons
Bild: Morio @ Wikimedia Commons

Was für ein glorreiches Jahr wir hinter uns haben. Mit dem Abi in der Tasche sausten wir davon, weg von der plagiierenden Schülerzeitung, weg von der neuen Schulleitung, die das Postgeheimnis missachtet und weg von den neuen Schulabenden, welche neuerdings auf 15 Minuten verkürzt wurden. „Frühkonzil XXL“ schmunzeln bereits die ersten. Antihans blickt zurück auf ein letztes Jahr Unser Monat mit meiner Wenigkeit. One last time.

Unser Januar

double facepalm ternieHerzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der Ternie-Tales! Die Ternie-Tales sind eine Ansammlung der besten Absurditäten aus dem Leben des Ternie. Viel Spaß: Es war einmal ein nagelneues Galaxy S III. Es landete unglücklicherweise in Ternies Händen. Denn ein paar Monate später kam ein neuer Konkurrent: Das Galaxy S III LTE war Ternies Weihnachtsgeschenk. Daraufhin vernachlässigte Ternie das Galaxy S III. Ternie entschied sich, es in die Handy-Sammelbox vor dem Chemiesaal zu werfen. Und er dachte, dass es gut war. Er erzählte seiner Klasse stolz von seiner Dummheit – und die Klasse face-palmte sich gegenseitig. Und wenn Ternie nicht gestorben ist, gibt es nächsten Monat eine neue Ternie-Tale!

Unser Februar

Bild: DPA

Es gab diesen Monat wieder neue Ausgaben der Reality-Serie “Streite dich doch!”, oder auch schlicht „Schlichtungsrunde“ genannt. Allerdings leidet das Format unter desaströsen Quoten. Ganze drei Schüler nahmen an der Diskussion zum Thema “Miteinander, füreinander – brauchen wir wirklich Reime im Jahresmotto?” teil. Aber immerhin ein Beschluss wurde durchgesetzt: Der Mülleimer auf dem Weg vom Bäcker zur Schule soll wieder montiert werden.
Aber wo ist dieser mysteriöse Mülleimer abgeblieben? Einen Monat später – und immer noch keine Spur von ihm. Ist er der Bürokratie zum Opfer gefallen? Oder hat ihn Herr Sachsenmaier verschluckt? In der großen Samstagabend-Sendung Galileo Mystery begibt sich Hans Wurst auf die Suche nach dem verlorenen Mülleimer. (Spoiler: Er ist in Sachs’ Keller.)

campuskolumneAuch die Campuskolumne ist wieder da! Insbesondere eine Schock-Nachricht trifft uns sehr. Der Kraftraum ist ab sofort gesperrt, weil der TÜV ihn nicht abgenommen hat. Die Geräte seien nicht sicher. Hahahaha! Nach der Aula-Tür jetzt auch noch der Kraftraum. Wer muss als nächstes dran glauben? Die Küche?

Nun, Eigenlob stinkt, aber es sollte sich doch tatsächlich neun Monate später herausstellen, dass der TÜV alle unsere Internatsküchen für nicht feuerfest erklärt. Den Spüldienst freut’s.

obama-facepalmNach dem ganzen Ropa-Wahnsinn geht doch nichts über eine gute Ternie-Tale! Diesmal ein Klassiker aus Ternies Playbook: Wäsche waschen.

  1. Mama anrufen: „Wie bediene ich eine Waschmaschine?“
  2. Zum Trockner gehen, die Wäsche und das Waschmittel hineintun.
  3. Sich wundern: „Wo ist der Wassereinlauf?“
  4. Keinen finden und stattdessen manuell Wasser in den Trockner füllen.
  5. Mama anrufen: „Wie stelle ich ein Waschprogramm ein? Hier steht nichts von 30°.“
  6. „Sicher, dass du vor einer Waschmaschine stehst?!“
  7. Das Werk ist vollbracht.

Unser März

auf der suche nach

In der neuen Rubrik bin ich diesen Monaten auf den Spuren des mysteriösen Abistresses. Aufgrund dieser prätraumatischen Belastungsstörung wurde die Klasse 12 von ihren Pflichten (Anwesenheit bei Vollversammlungen, Schulabenden, etc.) entbunden, doch ich bin seit Monaten auf der Suche nach diesem unauffindbaren Abistress. Stattdessen wandern unsere Abiturienten gelassen durch die Gegend, helfen bei meiner Suche nach Frau Shellhorn-Pintat, schauen “Bauer sucht Frau” und veranstalten Gladiatorenkämpfe im Deutschunterricht. Aber die Befreiung vom Vortragsabend hilft uns dennoch bei der Abivorbereitung, nicht dass manche das jetzt falsch verstehen!

the-wordEliminierung. “Zur Zeit eliminieren wir Menschen”, um das LGH-Kollegium zu zitieren. Diese schockierende Feststellung lässt sich sogar belegen: FairCrowd hat nun eine Mitarbeiterin weniger, der Unternehmer-Club ebenfalls. Auch Formel 1 ist dieses Schuljahr mit drei Teams gestartet; bei den Landesmeisterschaften angetreten ist eins. Und sogar Nadja Shellhorn-Pintat ist verschwunden! Aber um den gleichen Kollegen nochmals zu zitieren: “Wir haben ja noch wen rausgeworfen… Wer war das nochmal..?” So viele Kündigungen… Zu viele für unseren deutschen Rick Perry.

Unser April

abitur bitte ruhe

Das schriftliche Abitur dieses Jahr war legendär. Schließlich war das erste Mal seit Monaten die 12. Klasse wieder vollzählig. Alle waren da, bis auf die letzte Person. Alle saßen still auf ihren quadratischen Tischen, mit einem Meter Abstand zum nächsten Mitschüler. Alle hatten eine kleine Pflanze und einen liebevollen Gruß der Siebtklässler vor sich. Alle konzentrierten sich auf das Papier vor ihnen, bis sie merkten, wie einfach die Aufgaben waren.

Doch für viele war nicht das Abitur der Höhepunkt des Turnusses, sondern der Känguru-Wettbewerb. Alle, die beim Mathe-Abitur unterfordert waren, begaben sich nach einer kurzen Mittagspause wieder in die Aula und absolvierten dort den kniffligen Multiple-Choice-Test. Michi zieht ein Resümée: “Deutlich schwerer als das Abi.”

the-word

Mitspracherecht. Der Schülerrat als demokratische Struktur bietet uns ein Mitspracherecht. Mit dem Schülerrat können wir die Schule gemeinsam weiterentwickeln. Doch dieses Mitspracherecht ist irgendwann auf der Strecke geblieben. Auf den Antrag, die morgendlichen Kontrollen wieder abzuschaffen, bekommen wir die Antwort: Bei den Mädchen wird es auch gemacht, also gebt Euch zufrieden.

Das ist nicht das, was wir hören wollen. Würde man wirklich auf uns hören, würde man die Pflicht, zum Frühstück zu gehen, abschaffen. Oder wenigstens das Frühstück verlängern. Aber Kontrollen und Sanktionen einzuführen, ohne dass es der Schülerrat genehmigt hat oder es in der Campusordnung steht, spricht nicht für Demokratie und nicht für das heilige Mitspracherecht am LGH. Man hat nicht einmal den Mut gehabt, diese Kontrollen in der Vollversammlung anzukündigen. Stattdessen wurde uns dies in inoffiziellen Gesprächen innerhalb der WGs angekündigt. Es darf ja nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Unser Mai

fair crowd

Währenddessen hat das LGH wieder seine Innovationskraft bewiesen. Nach den revolutionären Buttons gegen Fangewalt in Fußballstadien plant das Junior-Unternehmen Fair Crowd in den letzten Wochen des Schuljahres den Verkaufsstart eines neuen, genialen Produkts. In einer Marktforschungsstudie hat sich herausgestellt, dass die Kunden zwar bereit waren, eine Haltung gegen Gewalt anzunehmen, allerdings nicht mit der Marke “Fair Crowd” idenfiziert werden möchten. Daher reagiert Fair Crowd mit Waffeln gegen Fangewalt, die spurlos verdaut werden können. Gegen Fangewalt sind effektiv und unsichtbar zugleich. Der Slogan: “Was zählt, ist der Geist.”
Abgehakt – die Kurzmeldungen des Jahres:  Lehre des Jahres: Tag der offenen Tür ungleich Tag der vielen Besucher. +++ Das Lehrernetzwerk WLAN01 hat ein neues Passwort. So ein Mist. +++ Skifreizeit der 7. Klasse mit dem Mörderspiel. Gegenseitiges Umbringen soll also die Klassengemeinschaft fördern? +++ Die Klassen 9 und 11 fahren am 7. März zu McDonald’s mit einem Umweg über die Gedenkstätte Dachau. +++ Das Comenius-Projekt kommt nach zwei Jahren zu einem Ende. Zum Glück, denn Comenius ist stinklangweilig. So langweilig, dass man mitten im Satz einschlä…….. +++ Zwangsversteigerungen unangemeldeter Fahrräder und Roller stehen an. Wenn danach noch welche übrig sind, werden kleine Siebtklässler zum Kauf gezwungen. +++ Das Jahrbuch ist immer noch spurlos verschwunden. Hinweise bitte an Herrn Kilian. Er wird diese dann, wie alles, was bei ihm landet, meistbietend versteigern. +++  Neunte Klassen auf Kanutour: Herr Sauer eine Woche ohne Anzug. Unvorstellbar, aber wahr. +++ Spanier und Ukrainer am LGH. “Die dürfen immer ausschlafen, wie unfair!”

Unser Juni – Letzte Worte

based on a true storyDas neueste Zielobjekt der Internatsleitung sind die Abiturienten. Es werden ständig neue Taktiken im Mediations-Kurs entwickelt, um störende Abiturienten nach dem schriftlichen Abitur vom Campus zu vertreiben. Dieses Jahr war die eingesetzte Methode so erfolgreich, dass in Einzelfällen die Schüler bereits vor dem Abitur vergrault wurden.

Auserwählte Zwölftklässler wurden freundlich darauf hingewiesen, dass sie am LGH unerwünscht sind und dass sie, wenn sie freiwillig abhauen, vom Unterricht befreit werden. Falls nicht, müssten sie sich täglichen Alkoholkontrollen unterziehen, die nebenbei auch gegen die Campusordnung sind. Dort sind nämlich nur Kontrollen auf begründeten Verdacht erlaubt.

Kaum zu glauben, aber wahr: Von einigen Abtreibungsversuchen der Internatsmentoren wusste nicht einmal die Schulleitung.

This is how it ends. Unser Monat auf Antihans geht hiermit offiziell in den Ruhestand. Aber ihr braucht nicht traurig sein. Unser Monat geht beim Farbfleck und als Spin-Off „Der Postillon“ weiter.

Weitere Artikel zum Jahresende:

Antihans Smartphone Guide – Winter 2013
Antihans Audiophile Awards – Winter 2013
Die komplette Unser-Monat-Kolumne

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