Archiv der Kategorie: Sonstiges

Alles andere, was man nicht zuordnen kann

Unser Jahr 2013

Bild: Morio @ Wikimedia Commons
Bild: Morio @ Wikimedia Commons

Was für ein glorreiches Jahr wir hinter uns haben. Mit dem Abi in der Tasche sausten wir davon, weg von der plagiierenden Schülerzeitung, weg von der neuen Schulleitung, die das Postgeheimnis missachtet und weg von den neuen Schulabenden, welche neuerdings auf 15 Minuten verkürzt wurden. „Frühkonzil XXL“ schmunzeln bereits die ersten. Antihans blickt zurück auf ein letztes Jahr Unser Monat mit meiner Wenigkeit. One last time.
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Weihnachten. Eine schöne Zeit, um auf Vergangenes zurückzublicken. So empfiehlt sich ein Blick auf den persönlichen Facebook-Jahresrückblick, der mich sehr erfreut hat. Aber Antihans macht das etwas anders. Eine Marktforschung mit mir als Probanden hat ergeben, dass sich 100% der Menschen in der Weihnachtszeit langweilen, da alle ihre Fernsehserien in Weihnachtspause sind.

Daher empfehle ich meinen treuen Lesern einen Blick in die Antihans Reading List, eine handgelesene Sammlung aus fantastischen Artikeln im Internet, die ich über die letzten paar Jahre aufgebaut habe. Außerdem ist ein Rückblick auf Unser Monat immer empfehlenswert.

Frohes Fest und tut mir doch bitte einen Gefallen: Wenn ihr die nächsten Tage noch unterwegs sein solltet, dann bedankt Euch doch bitte bei den Bus- und Bahnfahrern, die ihre Feiertage dafür opfern, um Euch zum Ziel zu bringen.

A Look Back At 2013 In News

Ja,  Nachrichten sind nicht immer richtig. Manchmal sogar ziemlich falsch. Doch ich kann mich immer darüber amüsieren. Zu meinem persönlichen Highlight zählt die „Daily-Show“-Folge vom 17. September über CNN’s Berichterstattung in Washington D.C. Doch auch die kleinen Schätze, die Poynter gesammelt hat. Hier ein paar Auszüge:

On 16 September we published an article headed ‘I’ve had Moore women than James Bond’ which claimed that Sir Roger Moore had recently spoken exclusively to The People and made comments to our journalist about his private life. We now accept that Sir Roger did not give an interview to our reporter and did not make the comments that were reported in the headline. We apologise for any distress and embarrassment our article has caused to Sir Roger Moore and we have agreed to pay him damages and legal costs. – The Sunday People
An earlier version of this story indicated that the Berlin Wall was built by Nazi Germany. In fact, it was built by the Communists during the Cold War. – The Huffington Post
In the editorial about President Abraham Lincoln’s speech delivered Nov. 19, 1863, in Gettysburg, the Patriot & Union failed to recognize its momentous importance, timeless eloquence, and lasting significance. The Patriot-News regrets the error. – The Patriot-News

Giftgas in Syrien: Obama lügt

Seymour Hersh, bekannter Enthüllungsjournalist, berichtet:

Barack Obama did not tell the whole story this autumn when he tried to make the case that Bashar al-Assad was responsible for the chemical weapons attack near Damascus on 21 August. In some instances, he omitted important intelligence, and in others he presented assumptions as facts. Most significant, he failed to acknowledge something known to the US intelligence community: that the Syrian army is not the only party in the country’s civil war with access to sarin, the nerve agent that a UN study concluded – without assessing responsibility – had been used in the rocket attack. In the months before the attack, the American intelligence agencies produced a series of highly classified reports […] citing evidence that the al-Nusra Front, a jihadi group affiliated with al-Qaida, had mastered the mechanics of creating sarin and was capable of manufacturing it in quantity. When the attack occurred al-Nusra should have been a suspect, but the administration cherry-picked intelligence to justify a strike against Assad.

Wieso landete dieser Artikel in der London Review of Books und nicht in der New York Times? Wieso zitiert ihn keine amerikanische Zeitung? Wo bleibt der internationale Aufschrei? Fragen, auf die wir alle die Antwort wissen. Aber wir wollen sie einfach nicht glauben.

Reading List: „Whose Sarin?„, Seymour M. Hersh (via Fefes Blog)

Apple bringt etwas Licht in die Datenschutz-Affäre

Apple hat gestern einen Bericht über Informationsanfragen von Regierungsorganisationen veröffentlicht. Dies hat zwar nicht direkt etwas mit der NSA-Affäre zu tun, aber dennoch sind die Ergebnisse höchst interessant und lesenswert. Dabei werden Anfragen in zwei Gruppen unterteilt:

  • Anfragen über Geräteinformationen beinhalten zum Beispiel Anfragen der Polizei über den Standort gestohlener Geräte.
  • Anfragen zu personenbezogenen Informationen beinhalten Anfragen über Account-Informationen, Adressen, Kreditkarten, E-Mails und Fotos.

Bemerkung: Apple wurde es auf Anfrage vom FISA-Gericht verwehrt, genaue Zahlen über personenbezogene Anfragen in den Vereinigten Staaten zu geben. Apple darf auf Anweisung nur Zahlen in 1000er-Schritten veröffentlichen und muss polizeiliche Angelegenheiten mit Anfragen zur Wahrung der Nationalen Sicherheit kombinieren.

[tweet https://twitter.com/regiobaden/status/398156351731290112]
Anfragen zu personenbezogenen Daten
Anfragen zu personenbezogenen Daten

Man sieht insbesondere, dass Apple aus Deutschland vergleichsweise sehr viele Anfragen (sowohl zu personenbezogenen als auch gerätebasierten Daten) erhält, wobei der Großteil davon abgeleht wird. Lediglich die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Spanien stellen mehr Anfragen. Sehr interessant finde ich ebenfalls, dass vermeintliche Überwachungsstaate wie Russland, Weißrussland oder China praktisch keine Anfragen stellen.

Ich bin Apple für diese Transparenzoffensive sehr dankbar, hier ist das vollständige PDF, auch mit den gerätebasierten Anfragen. Und hier ist der „Freundschaftsbrief“, in dem sich Apple über die Verletzung seiner Freiheiten beschwert.

Via: Daring Fireball

Auch der Hype um das Finale von Breaking Bad bringt wieder eine Flut an Artikeln, die keine Aussage haben und deren einziges Ziel es ist, ein paar Internet-Klicks abzufischen. Der diesjährige Antihans-Preis für den schlechtesten Linkbait-Artikel geht an Variety:

‘Breaking Bad’ Is Not the Greatest Show Ever … and That’s OK

[Ausdrücklich NICHT in der Reading List]

Komplett aussagelos, als wurde der Autor dazu gezwungen, irgendwelche Wörter zusammen zu mixen. Der Leser wollte natürlich schon immer wissen, dass ein unbekannter Daniel Goldblatt The Wire besser als Breaking Bad findet.

Manchmal hasse ich das Internet.

Die US-Verwaltung steht Stunden vor einem „Shutdown“ und wir reden über Breaking Bad.

Vor Euch befindet sich das 2013-Redesign von Antihans.

Es ist schöner, schneller und hat neue Funktionen! Zum Beispiel haben Reading-List-Einträge nun ihr eigenes Design und wenn ihr auf den Titel klickt landet ihr direkt beim Ursprungsartikel!

Außerdem ist Antihans nun vollständig responsiv, die Seite sieht also fantastisch aus, egal auf welchem Gerät ihr sie betrachtet! Spielt etwas herum und verkleinert mal Euer Browserfenster und schaut, was alles passiert! :)