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NSA: „If it’s on the phone, we can get it“

NSA Weekly Update: Die NSA kann seit Jahren Smartphones über beliebte Apps, zum Beispiel Angry Birds, angreifen. Es geht hierbei um den genauen Standort, das Abhören des Mikrofons, das Übermitteln des Alters, der sexuellen Orientation, etc. und das Abgreifen von allen möglichen Daten.

Die Folien legen den Witz nahe, dass nicht einmal die NSA Windows Phone unterstützt, aber das wäre nun wirklich unangebracht. Ich bin schon gespannt darauf, was nächste Woche so ans Tageslicht kommt.

Quelle: The Guardian, New York Times
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Apple bringt etwas Licht in die Datenschutz-Affäre

Apple hat gestern einen Bericht über Informationsanfragen von Regierungsorganisationen veröffentlicht. Dies hat zwar nicht direkt etwas mit der NSA-Affäre zu tun, aber dennoch sind die Ergebnisse höchst interessant und lesenswert. Dabei werden Anfragen in zwei Gruppen unterteilt:

  • Anfragen über Geräteinformationen beinhalten zum Beispiel Anfragen der Polizei über den Standort gestohlener Geräte.
  • Anfragen zu personenbezogenen Informationen beinhalten Anfragen über Account-Informationen, Adressen, Kreditkarten, E-Mails und Fotos.

Bemerkung: Apple wurde es auf Anfrage vom FISA-Gericht verwehrt, genaue Zahlen über personenbezogene Anfragen in den Vereinigten Staaten zu geben. Apple darf auf Anweisung nur Zahlen in 1000er-Schritten veröffentlichen und muss polizeiliche Angelegenheiten mit Anfragen zur Wahrung der Nationalen Sicherheit kombinieren.

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Anfragen zu personenbezogenen Daten
Anfragen zu personenbezogenen Daten

Man sieht insbesondere, dass Apple aus Deutschland vergleichsweise sehr viele Anfragen (sowohl zu personenbezogenen als auch gerätebasierten Daten) erhält, wobei der Großteil davon abgeleht wird. Lediglich die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Spanien stellen mehr Anfragen. Sehr interessant finde ich ebenfalls, dass vermeintliche Überwachungsstaate wie Russland, Weißrussland oder China praktisch keine Anfragen stellen.

Ich bin Apple für diese Transparenzoffensive sehr dankbar, hier ist das vollständige PDF, auch mit den gerätebasierten Anfragen. Und hier ist der „Freundschaftsbrief“, in dem sich Apple über die Verletzung seiner Freiheiten beschwert.

Via: Daring Fireball