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Attraktives Dauer-Angebot der Bahn: Für 29€ durch Deutschland

Die neuen Fernbusse gefallen der Deutschen Bahn überhaupt nicht, anders lässt sich das neue “Bahn-Spezial”-Ticket nicht erklären: Es verspricht eine einfache Fahrt zwischen zwei beliebigen Städten in Deutschland im Fernverkehr für einen Festpreis für 29 Euro. Nicht “ab 29 Euro”, wie beim Sparpreis, sondern immer für 29 Euro, unabhängig von der Strecke. Sogar der ICE Sprinter kann scheinbar ohne Aufpreis genutzt werden.

Das Bahn Spezial ist auch kein kurzfristiges Angebot zu Ostern, sondern soll “bis auf Weiteres” dauerhaft verfügbar sein, wie der Sparpreis. Es ist ab dem 1. April exklusiv auf busliniensuche.de zu haben, allerdings kann man nur mit Kreditkarte zahlen.

Das Bahn Spezial klingt zu gut, um wahr zu sein. Wo ist der Haken an der Sache? Der Haken scheint zu sein, dass das Angebot wie der Sparpreis kontingentiert sein wird. Für stark ausgelastete Züge wird dieses Angebot wohl schwer zu bekommen sein. Außerdem gilt dieses Ticket scheinbar wirklich nur im Fernverkehr, Fahrten im Regionalverkehr bis zum nächsten ICE-Halt sind also nicht inbegriffen. Außerdem gibt es keinen BahnCard-Rabatt, ebenso kein City-Ticket.

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Dieses Angebot soll also eine direkte Konkurrenz zu den Fernbussen sein, die überwiegend in Großstädten mit Fernverkehrshalt halten. Als solches ist das Bahn Spezial insbesondere auf langen Strecken ein unschlagbares Angebot, sofern es nicht zu stark kontingentiert wird. Dies wird sich dann am 1. April herausstellen.

Allerdings verpasst man hier meiner Meinung nach eine große Chance. Der große Nachteil der Fernbusse ist ja gerade die mangelnde Erschließung der mittelgroßen Städte, die gut mit dem Regionalverkehr der Bahn erreichbar sind, und das Fehlen eines City-Tickets. Das Bahn Spezial kann hier nicht ganz den Sparpreis ablösen, aber es ist dennoch ein gutes Angebot für längere Reisen über 400km.

Update: Der Großteil dieser Bahn-Spezial-Fahrkarten sind bei LTUR als “Fernweh-Tickets” für 26 Euro verfügbar. Die restlichen Konditionen sind gleich.

Quelle: Busliniensuche

Postfach voll: Web.de kann eigene Werbung nicht mehr zustellen

GMX und Web.de warnen vor angeblich bedrohlichen Werbeblockern
GMX und Web.de warnen vor angeblich bedrohlichen Werbeblockern

Die 1&1 AG, Betreiber der “beliebten” Internetportale GMX und Web.de, hat eine große Kampagne gegen Werbeblocker gestartet. Dabei werden Taktiken angewendet, die bisher nur von unseriösen Malware-Seiten bekannt sind: Es wird teilweise auf der Startseite ein gelber Hinweis eingeblendet, der so aussieht, als käme er von Chrome. Wenn man auf “Sicherheit” wieder herstellen klickt, dann wird man angewiesen, seine Werbeblocker zu deinstallieren, da diese “Seiteninhalte filtern” würden.

kundenmanipulierende Internetportale weisen auf vermeintlich "seitenmanipulierende Add-ons" hin
kundenmanipulierende Internetportale weisen auf vermeintlich “seitenmanipulierende Add-ons” hin. Alle anderen Add-Ons, welche teilweise wirklich gefährlich sind, sollen Adblock diskreditieren.

Diese Seite browsersicherheit.info, die absichtlich so aussieht, wie die Chrome-Einstellungen, gibt einem eine Anleitung zur Deinstallation von Adblock:

browsersicherheit.info gibt eine Anleitung zum Deinstallieren von Adblock
browsersicherheit.info gibt eine Anleitung zum Deinstallieren von Adblock

Der Shitstorm gegen 1&1, United Internet, GMX und Web.de war so groß, dass der Banner mittlerweile offensichtlich wieder entfernt wurde. Auch wurde browsersicherheit.info redesignt und Adblock teilweise wieder aus der Liste der “seitenmanipulierenden Add-ons” entfernt. Außerdem wird browsersicherheit.info mittlerweile von vielen Virenscannern als “bekannte Phishing-Seite” geblockt.
Das ist genau das, was hier versucht wird: Nichtsahnende Kunden wird der Eindruck vermittelt, dass dies eine seriöse Chrome-Meldung ist, und dazu gebracht, harmlose Werbeblocker zu deinstallieren.

Web.de hat Probleme, Werbung an den Mann zu bringen. Kein Wunder, ihr E-Mail-Dienst funktioniert genauso wenig.

Gegenüber Golem hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ein Statement abgegeben: Dem BSI sei kein schadhaftes Verhalten seitens Adblock Plus bekannt. Es ist also total ungefährlich.

Es gibt keine Ausreden mehr: Web.de und GMX sind schreckliche Seiten, um die jeder einen großen Bogen schlagen sollte. Jeder, wirklich jeder, sollte sein Web.de-Postfach kündigen und zu etwas Besserem wechseln. Zu einem E-Mail-Provider, bei dem E-Mails auch tatsächlich ankommen und nicht ständig wegen mangelndem Speicherplatz zurückgeschickt werden.

Deutschlandstart für Amazon Prime Instant Video

Bildschirmfoto 2014-02-21 um 13.55.48Amazons Video-On-Demand-Dienst “Prime Instant Video” wird ab dem 26.02.14 in Deutschland verfügbar sein. Dieser Netflix-Konkurrent startet mit einem Sonderangebot: Für 29€/Jahr, also 2,40€/Monat ist Amazon Prime momentan zu haben. Dies beinhaltet den bestehenden Gratis-Premiumversand, die Kindle-Leihbücherei und das neue Prime Instant Video für ein Jahr. Ab dem 26.02.14 kostet Amazon Prime dann 49€/Jahr, immer noch ein guter Preis. Das bisherige Amazon Prime ohne Video-On-Demand für 29€ wird es hingegen nicht mehr geben.

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★ Ein paar Gedanken zu WhatsApp

whatsapp verge headerWie mittlerweile wahrscheinlich jeder erfahren hat: Facebook lässt sich WhatsApp 19 Milliarden Dollar kosten. Das ist eine riesige Summe.

Wie erwartet, machen die Schlagzeilen der “Super-Wanze” WhatsApp und “Datenkrake” Facebook die Runde. Alle wollen mich plötzlich von denselben “WhatsApp-Alternativen” überzeugen. Leute, beruhigt Euch. Lasst mich etwas klarstellen.

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Bild: The Verge

★ Google hat Motorola verändert

Motorola A Lenovo Company - Imgur

Und Lenovo soll es nicht zerstören.

Gestern wurde bekannt, dass Lenovo das Handygeschäft von Motorola für 3 Milliarden US-Dollar von Google übernehmen wird. Dabei habe ich ein mulmiges Gefühl, vor allem weil vielleicht zwar die zwei Marken Lenovo und Motorola “komplementär” sind, wie der Lenovo CEO behauptet, die Produktportfolios der beiden Hersteller allerdings überhaupt nicht.

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NSA: “If it’s on the phone, we can get it”

NSA Weekly Update: Die NSA kann seit Jahren Smartphones über beliebte Apps, zum Beispiel Angry Birds, angreifen. Es geht hierbei um den genauen Standort, das Abhören des Mikrofons, das Übermitteln des Alters, der sexuellen Orientation, etc. und das Abgreifen von allen möglichen Daten.

Die Folien legen den Witz nahe, dass nicht einmal die NSA Windows Phone unterstützt, aber das wäre nun wirklich unangebracht. Ich bin schon gespannt darauf, was nächste Woche so ans Tageslicht kommt.

Quelle: The Guardian, New York Times